Lünerin von Balkon gestürzt - kein Verbrechen

Ermittlungsergebnis

Donnerstagnachmittag ist eine Frau in Lünen-Alstedde von einem Balkon im dritten Stock eines Wohnhauses gestürzt. Eine Mordkommission der Polizei ermittelte, verhörte unter anderem den Lebensgefährten der Frau. Einen Tag nach dem Vorfall teilt die Staatsanwaltschaft mit: Ein Verbrechen stecke nicht dahinter.

LÜNEN

, 07.10.2016, 11:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine 49-jährige Frau stürzte von einem Balkon dieses Hauses an der Alstedder Straße 189 und hat sich dabei schwer verletzt.

Eine 49-jährige Frau stürzte von einem Balkon dieses Hauses an der Alstedder Straße 189 und hat sich dabei schwer verletzt.

„Es war ein Unfall“, erklärte Staatsanwältin Sandra Lücke Freitagmorgen auf Anfrage. Nach den Ermittlungen, so Lücke weiter, wollte die 49-jährige Frau Donnerstagnachmittag Wäsche auf dem Balkon ihrer Wohnung an der Alstedder Straße aufhängen. Dabei hat sie offenbar das Gleichgewicht verloren und ist über die Balkonbrüstung aus dem 3. Stock gestürzt. Diese Aussage hat die Frau laut Staatsanwältin Lücke selbst gemacht. „Die Polizei konnte sie befragen, bevor sie operiert wurde.“ 

Aussagen von Frau und Lebensgefährten decken sich

Die Angaben deckten sich mit den Aussagen des Lebensgefährten, der noch Donnerstag von den Ermittlern befragt wurde. Der habe laut Staatsanwältin noch versucht „seine Partnerin irgendwie zu retten“, habe den Sturz aber nicht verhindern können. Der Wäscheständer auf dem Balkon sei an der Wand so hoch angebracht, dass man auf einen Hocker oder eine kleine Leiter steigen müsse, um dort Wäsche aufzuhängen, erläuterte die Staatsanwältin.

Die Angaben der Frau und ihres Lebensgefährten deckten sich auch „mit allem, was wir an objektiven Befunden erheben konnten“. So hätten die Ermittler keinerlei Kampf- oder sonstige Spuren entdeckt, die auf ein Verbrechen hindeuten. Die Frau hat nach Angaben der Staatsanwältin mehrere Knochenbrüche erlitten.

Unsere Erstmeldung von Donnerstag:

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