Ein Lüner hat seine Ex-Freundin verletzt. Der Fall wurde nun verhandelt. (Symbolbild) © dpa
Gerichtsprozess

Mann bricht Lüner Ex-Freundin bei Übergabe des Kindes das Nasenbein

Im Streit wurde ein 24-Jähriger in Lünen gewalttätig und verletzte seine Exfreundin. Vor Gericht sickerte die Erkenntnis, etwas falsch gemacht zu haben, nur langsam durch.

Bei der Übergabe des gemeinsamen Kindes geriet das einstige Paar am Abend des 8. Dezember aneinander. Offenbar wurde der junge Mann so wütend, dass er seiner Verflossenen mit einem Schlag das Nasenbein brach und danach gegen ihr Bein trat. Wenig später erhielt er einen Strafbefehl: Wegen Körperverletzung sollte er 1500 Euro Geldstrafe zahlen. Damit war er nicht einverstanden. Er legte Einspruch ein.

„Da habe ich ihr eine Schelle verpasst“

Nun wurde der Fall vor dem Amtsgericht verhandelt und der 24-Jährige sprach von Zankerei, wechselseitigen Beleidigungen und davon, dass sie etwas gesagt habe, was ihn verletzt habe. „Da habe ich ihr eine Schelle verpasst.“ Er habe aber nicht mit der Faust zugehauen, erklärte er. Die Richterin insistierte und wies ihn darauf hin, wie weh ein Nasenbeinbruch tue. „Ich weiß, dass es falsch war“, bekundete der Angeklagte. Die Antwort vonseiten des Richtertisches ließ nicht lange auf sich warten: „Das war es.“

Warnung vor noch höherer Strafe

Zudem warnte ihn die Richterin davor, dass die Strafe im Falle eines Urteils höher ausfallen könne, da sein Einkommen besser sei, als angenommen. Der 24-Jährige verstand und nahm den Einspruch zurück.

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