Ein Mendener Unternehmen kümmerte sich am Wochenende um den Rückbau der alten Holzbrücke an der Bahnstraße in Lünen. © Goldstein
Meinung

Marode Holzbrücke in Lünen: Nostalgiker müssen in der Realität ankommen

Die alte und marode Holzbrücke an der Bahnstraße in Lünen ist Geschichte. Nostalgiker müssen mit Blick auf den Baustoffmangel verstehen, dass eine neue Holzbrücke sinnlos ist, meint unser Autor.

Die Holzbrücke an der Bahnstraße in Lünen-Süd war morsch, stellte so eine Gefahr für die Nutzerinnen und Nutzer dar und eine adäquate Sanierung war zu teuer. Daher hat die Stadt Lünen die einzig richtige Entscheidung getroffen, die Brücke abzureißen und durch Stahl und Beton ersetzen zu lassen.

Menschen, die diese Holzbrücke über viele Jahre hinweg kannten und sie oft genutzt haben, mag dies traurig stimmen. Doch sie müssen einsehen, dass eine neue Brücke aus Holz absolut unwirtschaftlich ist und somit langfristig eher schaden als nutzen würde.

Baumaterial Holz bringt viele Nachteile

Zwar liegen die Gesamtkosten bei etwa einer halben Million Euro. Dank einer Förderung der Bezirksregierung Arnsberg muss die Stadt Lünen aber nur etwa 50.000 Euro selbst bezahlen. Bestünde die neue Brücke aus Holz, käme die Stadt nicht so günstig weg. Denn das Baumaterial ist um ein Vielfaches teurer geworden. Die Gründe sind mannigfaltig.

Zudem ist Holz derzeit kurzfristig kaum lieferbar. Dass dann am Ende des Jahres ein Neubau steht, wäre höchst unwahrscheinlich. Zudem müsste eine Holzbrücke in 20, vielleicht 30 Jahren wieder ersetzt werden. Ein Teufelskreis und eine Geldverbrennungsmaschine. Manchmal sind Stahl und Beton eben doch die bessere Lösung. So wird die Brücke günstiger, wartungsärmer und beständiger.

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