Mauer an der Laakstraße sorgt weiterhin für Unmut

Geplante Sanierung

Wieviel müssen die Anlieger der Laakstraße für die Straßensanierung bezahlen? Bald gibt es eine Antwort von der Stadt Lünen, die momentan eine „unverbindliche Modellrechnung“ vorbereitet. Derweil sorgt die Steinmauer weiterhin für Diskussionen - die Verwaltung hat mittlerweile Stellung dazu genommen.

NORDLÜNEN

, 19.12.2016, 13:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Steinmauer an der Laakstraße sorgt weiterhin für Diskussionen.

Die Steinmauer an der Laakstraße sorgt weiterhin für Diskussionen.

Die Modellrechnung für die Anliegerkosten solle bis zu einer Informationsveranstaltung, die voraussichtlich im Januar 2017 stattfinden soll, fertig sein.

In einer Stellungnahme für die Ratssitzung vor wenigen Tagen beantwortete die Verwaltung Fragen der CDU – auch zu der bei vielen Anliegern unbeliebten Mauer entlang der Neubaugrundstücke. Die Mauer führe zwar dazu, dass die Grundstückskäufer an den Kosten der Straßensanierung nicht beteiligt werden – weil es keinen Zugang zur Laakstraße gibt – sie diene aber ausschließlich Lärmschutzzwecken.

 „Traurig für die ganze Straße“

Schon vor Abschluss der Kaufverträge sei die so genannte Gabionenwand geplant und im Bebauungsplan festgesetzt worden. Klaus Klaes, Immobilienbesitzer an der Laakstraße, hält die Mauer „traurig für die ganze Straße.“ Sie werde einen Teil der Anlieger nicht schützen, sondern vielmehr den Schall reflektieren, glaubt er. Außerdem hätte er einen kleinen Grünstreifen vor der Mauer schöner gefunden.

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Weil die Käufer der Neubaugrundstücke nicht zahlen müssten, erhöhe sich der Beitragssatz für die übrigen Anlieger der Laakstraße um „circa 20 Cent pro vervielfachtem Quadratmeter“, steht in der Antwort an die CDU.

Was steckt hinter dem „vervielfachtem Quadratmeter“?

Hinter dem Begriff „vervielfachter Quadratmeter“ verbirgt sich die Systematik der Berechnung. Bei einem Grundstück mit eingeschossigem Wohnhaus, teilte die Stadt auf Nachfrage mit, gilt die reine Grundstücksfläche als Grundlage. Bei zweigeschossigen Bauten wird die Grundstücksgröße mit 1,3 multipliziert bei dreigeschossigen mit 1,5. Gewerbe-Bauten erhielten einen Zuschlag um den Faktor 0,5.

1,25 Millionen Euro
Die Stadt kalkuliert die Kosten für die Sanierung der Laakstraße mit 1,25 Millionen Euro.
Die Laakstraße wird als Haupterschließungs-Straße klassifiziert.
Auf dieser Grundlage werden 50 Prozent der Kosten für den Straßenausbau und 65 Prozent der Kosten für die Gehwege auf die Anlieger umgelegt, so die Angaben der Stadt.

 

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