Meditation fürs Grundgesetz: Teilnehmerzahl hat abgenommen in Lünen

mlzDemo in Lünen

Rund 25 Menschen haben am Samstagnachmittag auf dem Willy-Brandt-Platz gestanden und gesessen und für das Grundgesetz meditiert, deutlich weniger als in der Vorwoche.

Lünen

, 30.05.2020, 21:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zum vierten Mal hatten sie sich versammelt, um mitten in Lünen für das Grundgesetz zu meditieren. Peter Pasternak ist Sprecher dieser Gruppe, die sich überparteilich nennt. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in der Vorwoche auf rund 50 gestiegen war, hatte sich am 30. Mai halbiert. Der Lüner Organisator fühlt sich missverstanden.

Jetzt lesen

Es gehe nicht darum, gegen Corona-Bestimmungen zu demonstrieren, sondern für das Grundgesetz zu meditieren, sagte Pasternak. Auf einer Tafel war während der Versammlung indes unter der Überschrift „Angst als Machtinstrument“ zu lesen: „Corona: Das Grundgesetz wird de facto außer Kraft gesetzt.“ Und „Recht auf Versammlungsfreiheit futsch“.

Im Mittelpunkt von Pasternaks Redebeitrag stand die Kritik an der Berichterstattung der Ruhr Nachrichten und am Journalismus allgemein. Dabei fiel auch der Begriff Lügenpresse.

Jetzt lesen

Die Samstags-Meditierer wollen weitermachen. Für nächsten Samstag wollen sie mit Kommunalpolitikern diskutieren.

Die SPD-Fraktion hatte sich schon am Samstagmorgen geäußert. Proteste und Demos gegen Einschränkungen seien ein Grundrecht, und jeder habe ein Recht auf freie Meinungsäußerung, hieß es in einer Stellungnahme, die Fraktionsgeschäftsführerin Petra Klimek verschickt hatte. Fatal sei es aber, wenn sie „andere Meinungen nicht zulassen und die Pressefreiheit nicht akzeptieren“.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt