Medizin für die Ärmsten der Armen

LÜNEN „Für 2000 Menschen kann ein Jahr eine medizinische Grundversorgung geleistet werden“, sagt Alfred Prünte und blickt auf einen großen Scheck. Der langjährige ehemalige Hausmeister des Freibades Gahmen sammelt seit 1980 Geld für die Ärmsten der Armen in der indischen Stadt Jabalpur.

von Von Volker Beuckelmann

, 13.01.2008, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alfred Prünte (2.v.r.) freute sich mit seiner Frau Margret (l.) und Sohn Carsten (3.v.l.) über die tolle Spendensumme von 3630 Euro für Indien.

Alfred Prünte (2.v.r.) freute sich mit seiner Frau Margret (l.) und Sohn Carsten (3.v.l.) über die tolle Spendensumme von 3630 Euro für Indien.

3630 Euro sind jetzt wieder zusammen gekommen durch den Adventsbasar im Freibad Gahmen im November sowie zahlreiche private Spenden. „Ich möchte mich bei den Leuten recht herzlich bedanken“, so Alfred Prünte. Heute gab er bei einem kleinen Frühschoppen die Spendensumme bekannt und bedankte sich mit einem Imbiss zusammen mit seiner Frau Margret bei befreundeten Ehepaaren aus dem Schwimmverein Lünen 08, die ihm beim Basar zur Seite standen.

Dienstag fliegt Prünte nach Indien

Am Dienstag fliegt Alfred Prünte mit seinem Sohn Carsten, der ihn erstmals begleitet, nach Indien, um das Geld an die Hilfsorganisation „Dr. Hahnemann Society“ zu übergeben. Mit großer Dankbarkeit und vielen Blumenkränzen um den Hals werde Alfred Prünte dort empfangen. Die Menschen in den Slums von Jabalpur mit ihren 1,3 Mio. Einwohnern werden im Rahmen des Hilfsprojektes kostenlos ärztlich untersucht und mit Medikamenten versorgt, teilte Prünte mit.

Es gibt bereits zwölf Armen-Apotheken

„Mittlerweile gibt es zwölf Armenapotheken. Zwei größere Veranstaltungen sind geplant in dem ländlichen Gebiet von Jabalpur“, erzählt Alfred Prünte, der drei Wochen in Indien bleiben wird und dort seinen 66. Geburtstag feiern wird. Sein Sohn feiert in Indien übrigens seinen 42. Geburtstag. Von den Ruhr Nachrichten wurde Alfred Prünte für sein vorbildliches Engagement als „Mann des Jahres 2005“ ausgezeichnet.

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