Mehr Schüler in Lünen haben eine Zuwanderungsgeschichte - so sieht es an den Schulen aus

mlzStatistisches Landesamt

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit einer Zuwanderungsgeschichte ist in NRW weiter gestiegen - auch in Lünen. Allerdings stellt sich das Bild je nach Schulform unterschiedlich dar.

Lünen

, 19.08.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz genau 51.690 Schülerinnen und Schüler haben die Statistiker des Landes im Kreis Unna im abgelaufenen Schuljahr gezählt. 17.863 von ihnen haben eine „Zuwanderungsgeschichte“, wie das Statistische Landesamt dies nennt. Das sind 34,6 Prozent. Im Schuljahr 2015/2016 waren es noch 28,3 Prozent.

Für ganz Nordrhein-Westfalen sind es 900.000 Schülerinnen und Schüler und damit mehr als ein Drittel - 36,9 Prozent - aller Kinder und Jugendlichen an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungkollegs), die eine Zuwanderungsgeschichte haben. Das sind 1,6 Prozent mehr als im Schuljahr 2017/18.

Was genau ist eine „Zuwanderungsgeschichte“ ?

Von den insgesamt 8870 Lüner Schülerinnen und Schülern (Stand November 2018) haben nach Auskunft der Stadt insgesamt 4033 Mädchen und Jungen eine Zuwanderungsgeschichte. Das sind 45,4 Prozent. „Zuwanderungsgeschichte“ heißt: Es geht um Kinder und Jugendliche, die im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind, und/oder Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder deren Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist. Auf viele Kinder trifft mehr als eines dieser Kriterien zu.

Duisburg und Gelsenkirchen liegen auf den ersten Plätzen

An der Spitze der landesweiten Statistik stehen die Städte Duisburg (53,2 Prozent) und Gelsenkirchen (53,1 Prozent) mit den höchsten Anteilen. In den Kreisen Borken (19,7 Prozent) und Coesfeld (16,0 Prozent) waren die Quoten am niedrigsten. In der Nachbarstadt Dortmund liegt der Prozentsatz bei 45,2 Prozent, im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg bei 37,3 Prozent.

Unterschiede je nach Schulform

Je nach Schulform unterschieden sich die Anteile der Schülerinnen und

Schüler mit Zuwanderungsgeschichte deutlich: An den Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen war die Quote mit 56,8 Prozent am höchsten, gefolgt von Real- (47,3 Prozent) und Grundschulen (43,6 Prozent). Im Kreis Unna liegt der Wert für die Grundschulen bei 39,5 Prozent und damit unter dem Landesdurchschnitt. An den Gymnasien im Kreis liegt der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit diesem familiären Hintergrund bei 25 Prozent, an den Realschulen bei 37,5 Prozent.

896 Schülerinnen und Schüler haben keinen deutschen Pass

Von den insgesamt 8878 Lüner Schülerinnen und Schülern hatten übrigens Stand November des vergangenen Jahres 896, also rund zehn Prozent, keinen deutschen Pass, sondern eine andere Staatsangehörigkeit.

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