Missbrauchsskandal: 47-jähriger Lüner schweigt zu den Tatvorwürfen

Kinderporno-Ring

Im Missbrauchsskandal von Bergisch Gladbach steht auch ein Lüner unter Tatverdacht. Der Mann soll sich an fremden Kindern vergangen haben. Der Tatverdächtige äußert sich nicht.

Lünen

, 15.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Missbrauchsskandal: 47-jähriger Lüner schweigt zu den Tatvorwürfen

Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer während einer Pressekonferenz zum Fall des mutmaßlichen Kindesmissbrauchs in Bergisch Gladbach. © dpa (A)

Der im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal von Bergisch Gladbach am Sonntag (10.) festgenommene Lüner (47) hat bislang keine Angaben zur Sache gemacht. Das erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln am Donnerstag (14.) auf Anfrage unserer Redaktion.

Wie der Sprecher sagte, mache der 47-Jährige von seinem Schweigerecht gebrauch: „Er hat sich anwaltlichen Beistand geholt.“ Der Staatsanwaltschaft lägen derzeit auch keine konkreten Hinweise auf etwaige andere Täter aus Lünen vor.

Wie von unserer Redaktion berichtet, waren Experten der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC) im Zuge ihrer Ermittlungen auf den Lüner aufmerksam geworden.

Durchsuchungen in Lünen und Dortmund

Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dortmund hatte Sonntag (10.) Untersuchungshaft gegen den 47-Jährigen angeordnet.

Nach früheren Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft waren vor der Festnahme des Tatverdächtigen Räumlichkeiten in Dortmund, wo er sich auch aufgehalten haben soll, und die Wohnung des Tatverdächtigen in der Lippestadt durchsucht worden. Sowohl in Dortmund als auch in Lünen sei Beweismaterial sichergestellt worden.

Laut Kölner Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht auf sexuellen Missbrauch - anders als bei den anderen sieben festgenommen Verdächtigen allerdings nicht von eigenen Kindern, sondern anderen Opfern.

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