Spielplätze in der Nähe von Wohnungen - wie hier am Tobiaspark - sorgen für Konfliktstoff. Doch das darf kein Grund sein, einen Spielplatz nicht zu bauen, findet unser Autor. © Gehrmann (A)
Meinung

Mit der Planung muss auch Verständnis für Spielplätze geschaffen werden

Lünen soll mehr Spielplatzflächen bekommen. Das findet unser Autor gut. Allerdings sollte man alle Beteiligten in die Planung mit einbeziehen. Und das sind nicht nur Kinder.

Die Politik will Lünen familienfreundlicher machen, und dieses Vorhaben scheint man nun wirklich in die Tat umzusetzen: Nachdem bereits die Fraktionen im Streit um den Spielplatz „Auf dem Kelm“ eindeutig Position bezogen hatten, wurde nun die Verwaltung beauftragt, die Spielplatzflächen in Lünen an die Formel des „Goldenen Plans“ anzupassen.

Richtige Idee, richtige Entscheidung – und ich sage das als jemand, der direkt gegenüber von einem Spielplatz wohnt, der auch nach Einbruch der Dunkelheit vor allem bei Jugendlichen ein beliebter Treffpunkt ist. Dass man von grölenden Personen nachts aus dem Schlaf gerissen wird, kommt vor, ist aber die Ausnahme.

Ich würde den Spielplatz nicht missen wollen, denn hier spielt sich das Leben ab, und das gefällt mir. Ich weiß aber auch, dass es zum Beispiel in Brambauer Menschen gibt, die eine vergleichbare Situation völlig anders sehen. Das muss die Stadt bei der Fortschreibung ihres Konzepts berücksichtigen – nicht in dem Sinne, dass man lieber auf einen Spielplatz verzichtet, sondern dahingehend, die Anwohner frühzeitig mitzunehmen und bei der Planung anzuhören. Das bringt Verständnis für die Maßnahme und spart so manchen Ärger im Anschluss.

Übrigens: Dass Kinder bei der Planung von Spielplätzen befragt werden müssen, dürfte ja selbstverständlich sein.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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