Mitarbeiter wurde Einbruch vorgeworfen

Verfahren eingestellt

LÜNEN Vor dem Lüner Schöffengericht musste sich am Dienstag ein 22jähriger Selmer verantworten. Im Laufe des Verfahrens stellte sich heraus, dass der Angeklagte wegen räuberischer Erpressung zu einer längeren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden war.

von Von Heinz Greve

, 25.11.2009, 12:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mitarbeiter wurde Einbruch vorgeworfen

Durch ein auf Kipp stehendes Fenster an der Damentoilette soll er eingestiegen und mittels eines größeren Messers versucht haben, die Türen zu den Geschäftsräumen zu öffnen. Da dieses nicht gelang, soll er sein Vorhaben aufgegeben haben. Der angerichtete Sachschaden soll sich auf 300 Euro belaufen.

Die Polizei konnte am Tatort Fingerabdrücke sicherstellen, die eindeutig dem Angeklagten zugeordnet werden konnten. Da der Angeklagte zur Tatzeit aber als Mitarbeiter in dem Frische-Markt beschäftigt war, behauptete dieser, die Abdrücke seien entstanden, weil er während der Arbeitszeit häufiger die Damentoilette aufgesucht habe. Diese Einlassung wäre dem Angeklagten nur schwer zu widerlegen gewesen.  Als sich herausstellte, dass der Angeklagte wegen räuberischer Erpressung zu einer längeren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden war, stellte das Gericht das Verfahren nach § 154 Strafprozessordnung vorläufig ein.

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