Das Archivbild zeigt das Lüner Rathaus, das wegen Corona für den breiten Publikumsverkehr geschlossen ist. © Sylvia vom Hofe (A)
Meinung

Mitsprache bei Führungspositionen: Lüner Rat fehlt Qualifikation

Obwohl die Lüner Verwaltung schon genug Probleme hat, Führungspositionen adäquat zu besetzen, legt der Stadtrat noch einen drauf. Dessen Mitspracherecht ist überflüssig, meint unser Autor.

Ist es wirklich nötig, dass der Lüner Stadtrat jetzt auch noch bei der Besetzung von Führungspositionen in der Verwaltung mitredet? Nein, ist es absolut nicht! Und trotzdem hat eine breite Mehrheit im Rat auf Initiative der SPD dafür gestimmt. Warum nur? Objektiv betrachtet gibt es doch gar keinen Grund für diese Entscheidung. Das zeigen nicht zuletzt die vermeintlichen Argumente der Genossen.

Auf mich wirkt das Ganze verdammt heuchlerisch. Es geht nicht um das Wohl der Mitarbeiter, es geht hier auch nicht um eine Stärkung des Personalrats. Es geht einzig und allein darum, wie es der SPD-Fraktionschef ja immerhin hat durchblicken lassen, dem roten Erzfeind Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns Steine in den Weg zu legen – das Leben als Verwaltungschef so schwer wie möglich zu machen. Koste es, was es wolle.

Denn eins steht fest: Durch das Mitspracherecht des Rates werden sich Stellenbesetzungen auf Führungsebene noch länger hinziehen. Es sei denn, der Rat legt mal eben Sondersitzungen ein. Der Steuerzahler hat es ja, die Stadt Lünen sowieso. Es ist einfach unglaublich. Dass die Genossen nur wenig bis keine Ahnung von Personalentscheidungen haben, zeigen ja die verlorenen Bürgermeisterwahlen. Deshalb, liebe Genossen und alle anderen Headhunter im Rat, bleibt bei eurem Leisten.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks

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