Modell der Schlossmühle ist der ganze Stolz eines Lüner Hobbybastlers

Viele Details

Die Schlossmühle von Lippholthausen steht eigentlich in dem kleinen Stadtteil. Ein Modell des Fachwerkgebäudes findet man aber auch in Horstmar. Selbst gebaut von Karl Lohmüller.

Horstmar

, 31.10.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hobbybastler Karl Lohmüller präsentiert voller Stolz den Nachbau der Schlossmühle Lippolthausen in seinem heimischen Garten in Horstmar.

Hobbybastler Karl Lohmüller präsentiert voller Stolz den Nachbau der Schlossmühle Lippolthausen in seinem heimischen Garten in Horstmar. © Foto: Michael Blandowski

Ein richtiges Kleinod ist sie - die Schlossmühle von Lippholthausen. Die Mühlenfreunde haben viele Arbeitsstunden und viel Engagement investiert, um das Fachwerkgebäude wieder zu einem Schmuckstück zu machen. Dort geben sich auch viele Brautpaare gerne das Ja-Wort. Und zum Mühlentag ist sie ein Anziehungspunkt.

Eine Familie aus Horstmar hat die Schlossmühle von Lippholthausen im eigenen Garten. Nach mehreren hundert Arbeitsstunden im heimischen Keller hat sich Hobbybastler Karl Lohmüller seinen Traum erfüllt. Sechzig Zentimeter Länge und Fünfundvierzig Zentimeter Breite umfasst das gezimmerte Objekt. Ein Maßstab 1:15 gegenüber dem Original, welches mit einer Länge von 8,2 Meter und einer Breite von 6,3 Meter die Blicke der Besucher auf sich zieht.

Erster Versuch scheiterte

„Ich wollte schon immer einen Wasser- oder Bachlauf in meinem Garten haben“. Und so hat Lohmüller vor einigen Jahren die Mühle aus Holz gearbeitet. Doch der Bau wurde durch die Witterung in Mitleidenschaft gezogen.

Jetzt hat er einen zweiten Anlauf gestartet: „Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen“, stellte Karl Lohmüller zufrieden fest.

Hobbybastler Karl Lohmüller präsentiert voller Stolz den Nachbau der Schlossmühle Lippolthausen in seinem heimischen Garten in Horstmar.

Hobbybastler Karl Lohmüller präsentiert voller Stolz den Nachbau der Schlossmühle Lippolthausen in seinem heimischen Garten in Horstmar. © Foto: Michael Blandowski

Dank der Mithilfe der Mühlenfreunde konnte sich der hauptberuflich arbeitende Elektrotechniker über die Ermittlung der Architektenbaupläne freuen. Anhand der Zeichnungen legte er los.

Sechs Fenster mit eingebaut

Hund, Katze und Laternen, natürlich mit Lichteffekten, als Vorboten vor der Tür. Dann eine Dreistufentreppe vor der Eingangstür, sechs Fenster im einstöckigen Objekt und selbstverständlich seitlich das angelegte Mühlenrad mit einer angeschlossenen Wasserpumpe dürfen nicht fehlen.

Alles sieht aus, wie das Original

Der Dachstuhl aus Kunststoffplatten und Ziegeln aus gebogenen Messingblech, alles, so wie das Original.

„Ich bin ein Bastelfreak und habe alles in Eigenregie erstellt. Insbesondere das Zurechtschneiden der einzelnen Dachpfannen erforderten viel Zeit und Geschick. Aber ich wollte es so authentisch wie möglich haben,“ freut sich Karl Lohmüller über die Fertigstellung nach anderthalbjähriger Bauzeit.

Kleine Verschönerungsarbeiten, ein Geländer am Treppenaufgang und der Terrassenmauer, sollen in Kürze folgen.

Ein Stück Lippholthausen im eigenen Garten

„Früher wollte ich mal ein Leuchtturm nachbauen, hier bei mir im Garten. Aber von dieser Idee habe ich mich verabschiedet.“

Jetzt genießen Dagmar und Karl Lohmüller in ihrem Garten in Horstmar ein Stück Lippholthausen und ein spannendes Stück Stadtgeschichte dazu.

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