Mutter im Wahn erstochen: Prozess gegen Lüner (21) startet bald

mlzProzessauftakt

Der junge Mann hatte sich offenbar von seiner Mutter bedroht gefühlt und in einer Dezembernacht vergangenes Jahr dann mehrfach zugestochen. Kommende Woche startet der Prozess.

Lünen

, 28.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schreckliche Szenen spielten sich in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2019 in einem Haus in Lünen-Süd ab. Offenbar von Wahnvorstellungen getrieben stach ein junger Mann (21) immer wieder auf seine Mutter ein, die schließlich ihren schweren Verletzungen erlag.

Für diese Taten muss sich jetzt der Sohn vor Gericht verantworten. Weil bei ihm eine psychische Erkrankung festgestellt wurde, geht es darum, ob er dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden muss.

Der Mann war zuerst noch geflohen, stellte sich dann aber der Polizei in Neumünster, Schleswig-Holstein, wo er die Tat auch gestand.

Von der Mutter bedroht gefühlt

Der zuständige Staatsanwalt berichtete schon kurz danach, der Mann habe offenbar Wahngebilde aufgebaut und sich von seiner Mutter bedroht gefühlt. Ein Gutachter stellte schließlich eine Erkrankung „aus dem schizophrenen Formenkreis“ fest, der Beschuldigte wäre somit zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen.

Auch darum wird es in dem Prozess gehen, der am Donnerstag (4. Juni) vor dem Schwurgericht am Dortmunder Landgericht startet. Folgetermine sind schon für den 10. und 17. Juni anberaumt. Kommt es zur dauerhaften Unterbringung, könnte der Beschuldigte theoretisch für immer hinter verschlossenen Türen bleiben. Regelmäßig würde dann überprüft, ob der 21-Jährige noch eine Gefahr für sich und seine Mitmenschen ist.

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