Die Lüner Autorin Sabine Grimm mit ihrem neuen Buch Burggeschichten, die ihre Wirkung besonders bei Kerzenlicht oder Kaminfeuer entfalten. © Baeredel Brehl
Neues Buch

Mythen, Märchen, westfälisch: Lüner Autorin bringt neues Buch heraus

Sabine Grimm ist nicht mit den Gebrüdern Grimm verwandt. Märchen und Mystisches mag die Lünerin aber trotzdem. Viele Geschichten spielen in der Region. In Olfen und Lünen zum Beispiel.

In einer Zeit, in der die Menschen wegen der Corona-Pandemie angehalten sind, Kontakte zu meiden und eher zu Hause bleiben, als nach draußen zu gehen, bietet es sich geradezu an, sich in die Lektüre eines Buches zu vertiefen. Das meint jedenfalls die Lüner Autorin Sabine Grimm.

Für ihr neues Buch „Burggeschichten“ hat sie Erzählungen aus ihren früheren Publikationen überarbeitet und nach dem „Best-of-Prinzip“ ausgewählt. „Viele positive Rückmeldungen aus dem Leserkreis und der mehrfach geäußerte Wunsch nach neuen Geschichten waren für mich Motivation und Ansporn zu diesem aktuellen Werk, das mehr als 60 Prozent neue Geschichten enthält“, erklärt sie.

Die Phantasie springt immer an

Mangel an Stoff hatte sie dabei nicht. „Wenn ich ein altes Gemäuer oder einen für mich geheimnisvollen Ort sehe, kommen bei mir Inspirationen und meine Phantasie beginnt zu arbeiten.“ Oft beginnt sie dann zu recherchieren, um hinter versteckte Geheimnisse zu kommen. Viele der Geschichten beruhen auf geschichtliche Tatsachen, sind Sagen mit einem realen Hintergrund, historisch verbrieft und von ihr gewürzt mit einer Prise Mystik.

Dabei sind sie sehr stark mit Westfalen verbunden. „Sie schlagen einen Bogen von Essen nach Waltrop, von Dülmen über Olfen nach Lünen, sind angesiedelt in und um die Herrenhäuser Rauschenburg bei Olfen, Schloss Buldern bei Dülmen, Löringhof in Datteln oder Buddenburg in Lünen“, verrät sie.

Keine Verwandtschaft mit den Gebrüdern Grimm

Den größten Teil des Buches nehmen neben den Sagen die Märchen ein, die die Autorin selbst verfasst hat. Sie sind, wie die bekannten Volksmärchen, mal lieblich, mal grausam, mal gemein und spannen den Bogen von der Tragik bis zur Komik. Sie können, wie ihre historischen Vorgänger, Botschaften enthalten. „Da Lebensweisheiten transportiert werden, kann man auch heute noch von Märchen etwas lernen. Zum Beispiel, wenn wir erkennen, dass auch die kleine Geldbörse reicht, um glücklich zu sein und die große uns Unglück bringen könnte. Oder wenn das Schwache über das Starke siegt“, meint Sabine Grimm.

Bleibt die Frage nach den literarischen Vorbildern, sind das etwa die Namensvetter Gebrüder Grimm? Hier gibt es heftigen Widerspruch: „Ich halte die Gebrüder Grimm seit meiner Jugend und bis zum heutigen Tag für genial und großartig. Mit ihnen möchte ich nicht verglichen werden, das wäre einfach anmaßend.“ Und die Zielgruppe des Buches? „Das sind die Erwachsenen ebenso wie die Kinder“, sagt die Autorin, „ es sind Geschichten zum Vorlesen und zum Selbstlesen. Wobei die Eltern am besten entscheiden können, welche Geschichten für ihre Kinder geeignet sind. Wichtig ist aber, dass man mit ihnen über die Inhalte spricht.“

Informationen über das Buch:

Das Buch Burggeschichten ist reichlich bebildert, mit historischen Ansichten, Illustrationen und Kollagen der Autorin. Es hat 584 Seiten, kostet als Print-Buch 25 € und ist auch als E-Book erhältlich. Es ist unter der ISBN 9783752662443 im Verlag Books on Demand erschienen und kann über Buchhandel bezogen werden.

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