Nach Moschee-Anschlag: Polizei spricht mit Muslimen und ergreift Maßnahmen auch in Lünen

Gespräch mit Polizei

Nach dem Anschlag auf eine Moschee im Dortmunder Stadtteil Eving haben sich Muslime auch aus Lünen mit der Polizei getroffen. Es geht um mehr Sicherheit für Menschen und Gebäude.

Lünen

, 22.10.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Moschee-Anschlag: Polizei spricht mit Muslimen und ergreift Maßnahmen auch in Lünen

Die Moschee in der Roonstraße. © Foto: Goldstein

Vertreter muslimischer Instituitionen aus Lünen und Dortmund haben sich am Montagabend mit der Dortmunder Polizei - die auch für Lünen zuständig - getroffen. Anlass war der Anschlag auf eine Moschee im Dortmunder Stadtteil Eving.

Als direkte Reaktion auf die Tat in der Nacht zu Montag, in der zwei unbekannte Täter Brandsätze auf die Evinger Moschee warfen, hat die Polizei eine personalintensive Ermittlungskommission innerhalb der Kriminalinspektion Staatsschutz eingerichtet.

Zudem seien die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten sensibilisiert worden und würden mit besonderer Wachsamkeit die Moscheen im Blick behalten. Auch die Bezirksbeamten würden hier in der nächsten Zeit einen Schwerpunkt ihrer Arbeit setzen.

Gesprächskreis hat sich 2014 gegründet

Polizeipräsident Gregor Lange zeigte sich persönlich betroffen: „Mich hat diese Tat schockiert. Daher kann ich den muslimischen Gemeinden in Dortmund und Lünen versichern, dass die Polizei ihr Möglichstes unternehmen wird, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.“ Die Beteiligten waren sich mit dem Polizeipräsidenten einig: Der 2014 zwischen der Polizei und den muslimischen Gemeinden eingerichtete Dialogkreis bewähre sich gerade dann, wenn es schwierig werde.

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