Die Bäckerei Mecke mit Sitz in Lünen hat die Zusammenarbeit mit der Fleischerei Mecke beendet. © Marie Rademacher
Tierquälerei

Nach Schlachtskandal: Bäckerei Kanne distanziert sich von Mecke

Die Bäckerei Kanne distanziert sich von der Fleischerei Mecke und bezieht ab sofort keine Waren mehr von dem Werner Unternehmen. Hintergrund ist der Vorwurf der Tierquälerei.

Auf der Theke der Bäckerei Kanne am Markt in Lünen in der Innenstadt steht am Donnerstag (29. Juli) eine Kundeninformation: Wilhelm Kanne distanziert sich darin von der Werner Fleischerei Mecke, gegen deren Viehsammelstelle seit Mitte der Woche schlimme Tierschutz-Verstöße im Raum stehen.

„Wir verurteilen diese Tierschutzverstöße aufs Äußerste und distanzieren uns mit sofortiger Wirkung eindeutig und unmissverständlich von jeglicher Form der Zusammenarbeit mit der Firma Mecke“, erklärt der Chef des Unternehmens in dem Schreiben.

„Das war für uns eindeutig“

Nachdem die Vorwürfe am Mittwoch durch die Medien bekannt geworden waren, habe sich das Unternehmen Kanne sehr zügig zu diesem Schritt entschieden. „Das war für uns eindeutig“, sagt Wilhelm Kanne im Gespräch mit der Redaktion. Man habe umgehend reagiert – und die seit vielen Jahren bestehende Geschäftsbeziehung mit den Firmen Mecke und Scharbaum eingestellt.

Fleisch- und Wurstwaren hatte die Bäckerei mit Sitz in Lünen und Filialen in Dortmund, Selm und Werne vorher zu einem große Teil von Mecke beziehungsweise Scharbaum bezogen. Schon am Mittwoch habe das Unternehmen „umgehend“ neue Lieferanten gesucht.

Auch von den Kunden hatte es nach den Medienberichten mehrere Nachfragen gegeben, erzählt Wilhelm Kanne im Gespräch mit der Redaktion. „Das wollen wir ja auch. Wir stehen für Transparenz und zeigen immer, wo unsere Rohstoffe herkommen. Das ist, wofür wir stehen“, sagt er. Deshalb sei die Entscheidung auch so schnell und so klar gefallen. Künftig werde man Fleisch- und Wurstwaren von der Fleischerei Bernemann&Röhl aus Lünen und der Fleischerei Angelkort in Südkirchen beziehen.

Gegen die Fleischerei Mecke steht der Vorwurf im Raum, das in der zum Unternehmen gehörenden Viehsammelstelle in Werne kranke Tiere misshandelt und gequält wurden. Der Kreis Unna hatte die Stelle vorläufig geschlossen und zwei Mitarbeitern den Umgang mit Tieren untersagt.

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Marie Rademacher

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