Nahverkehrsplan unter der Lupe

Planungsausschuss des Kreises tagt

15.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lünen Der neue Nahverkehrsplan für den Kreis Unna liegt vor und geht jetzt seinen Weg durch die politischen Instanzen. Auftakt ist heute im Ausschuss für Planung und Verkehr des Kreises Unna. Für Lünen, so erläutert die Verkehrsexpertin und Ausschussvorsitzende Brigitte Cziehso (Foto, SPD) gebe es gegenüber dem alten Plan zwar Änderungen. ?Aber es gibt keine Überraschungen.? Wie berichtet, geht es dabei u.a. um Taktänderungen auf einigen Linien. Das Anrufsammeltaxi soll nur noch einmal um Mitternacht (Samstag und Sonntag um 1 Uhr) fahren, statt wie bisher ab 19 Uhr stündlich. Insgesamt will die Stadt Lünen damit 91 300 Euro im Haushalt einsparen. ?Im Entwurf des Nahverkehrsplanes kommen wir auf 68 000 Euro. Die übrigen rund 20 000 Euro sollen im Wesentlichen durch drei andere Maßnahmen erbracht werden.? Dazu zählen Einnahmeerhöhungen durch Fahrpreisanhebungen. Des Weiteren sollen die Anfangszeiten der Schulen weiter entzerrt werden. Die Spanne liegt zwischen 7.30 und 8.30 Uhr. ?Wir nutzen davon aber nur eine halbe Stunde.? Hier müssen Gespräche mit den Schulen geführt werden. Brigitte Cziehso erklärt: ?Wenn die Anfangszeiten weiter gespreizt werden, können wir mit einem Bus statt bisher eine Schule dann zwei bedienen.? Der dritte Punkt betrifft die Schülerspezialverkehre (z.B. zum Schwimm-unterricht). Diese Fahrten werden von Subunternehmen und nicht von der VKU selber gefahren. Hier, so Brigitte Cziehso, könnte man durch eine erneute Ausschreibung Kosten senken. Im nächsten Schritt werden die Städte und Gemeinden als so genannte Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen zum Plan abgeben. So wird sich in Lünen der Stadtentwicklungsausschuss noch vor der Sommerpause mit dem Nahverkehrsplan auseinander setzen. Ende Oktober, so Cziehso, wird dem Kreisausschuss für Planung und Verkehr ein überarbeiteter Entwurf vorgelegt. Das letzte Wort hat dann im Dezember der Kreis- tag. hi-

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