Natur-Fotos aus Lünen: Schau mir in die Augen, Kleines

Bilder-Galerie

Selten dürfte man Libellen so nah gesehen haben wie auf den Fotos von Hobby-Fotograf Karl Lohmüller aus Lünen. Damit die Bilder gelingen konnten, war einiges an Einsatz nötig.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 20.05.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
So nah wie dem Lüner Hobby-Fotografen Karl Lohmüller dürfen die wenigsten einer Libelle bisher gekommen sein.

So nah wie dem Lüner Hobby-Fotografen Karl Lohmüller dürfen die wenigsten einer Libelle bisher gekommen sein. © Karl Lohmüller

An ein „Schimpansen-Alien“ erinnern ihn die Libellen aus so naher Distanz, sagt Karl Lohmüller. Die großen schwarzen Augen, die Züge des Insektenkopfes - „es sieht wirklich aus wie ein Gesicht mit einer Sonnenbrille“, findet der Lüner Hobby-Fotograf und lacht.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Schau mir in die Augen, Libelle

Selten dürfte man Libellen so nah gesehen haben wie auf den Fotos von Leser und Hobby-Fotograf Karl Lohmüller. Damit die Bilder gelingen konnten, war einiges an Einsatz nötig.
20.05.2020
/
Diese Libelle hat sich ein sonniges Plätzchen zum Trocknen gesucht.© Karl Lohmüller
Schau mir in die Augen, Libelle: So nah dürften wohl die wenigsten Libellen bisher gekommen sein.© Karl Lohmüller
Libellen im Flug zu fotografieren, ist nicht leicht: Sie verändern schnell ihre Position.© Karl Lohmüller
Diese Libelle ist frisch geschlüpft.© Karl Lohmüller
Naturschauspiel: Eine Libelle schlüpft aus einer Larve.© Karl Lohmüller
Nicht alle Libellen überleben: Über diese machen sich schon Ameisen her.© Karl Lohmüller
Eine Larvenhülle, die nach dem Schlüpfen übrig geblieben ist.© Karl Lohmüller
Am Gartenteich der Lohmüllers sind die Fotos entstanden.© Karl Lohmüller

Die Fluginsekten hat er in seinem Gartenteich in Horstmar an der Schlegelstraße vor die Linse bekommen. „Der ist sehr naturnah, deswegen siedelt sich so einiges da an.“ Als seine Frau dann bei der Gartenpflege vor ein paar Tagen entdeckte, dass wieder Libellen schlüpfen, zückte Lohmüller seine Kamera. „Wenn sie geschlüpft sind und sich trocknen, halten sie still und fliegen nicht so schnell weg. Das ist ein guter Moment, um sie zu fotografieren“, erzählt Lohmüller.

Bilder mit Körpereinsatz

Mit seiner Kamera mit 90mm-Objektiv näherte er sich den Libellen und schoss mit kleiner Blende und kurzer Belichtungszeit die beeindruckenden Bilder.

Dabei war allerdings auch Körpereinsatz nötig. „Ich habe die Fotos im Liegen geschossen, mich also auf meine Arme gestützt. So konnte ich stillhalten und die Fotos sind nicht verwackelt“, erzählt Lohmüller, der eigentlich Elektrotechniker ist.

Dass noch weitere Fotos im Garten der Lohmüllers entstehen, ist durchaus möglich: Schätzungsweise 30 bis 40 Larven schlüpfen jedes Jahr laut Lohmüller - an Motiven dürfte es also nicht mangeln.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt