Netto im Saturn-Haus: Es kommt alles etwas anders

Umbaupläne werden geändert

Der Bebauungsplan für das Saturn-Haus am Lüner Marktplatz sollte so geändert werden, dass ein Netto-Markt sich darin noch ansiedeln kann. Alles war vorbereitet, das Verfahren geklärt und die Planungen in vollem Gange – bis der Gebäudebesitzer kurzfristige Änderungswünsche hatte. Jetzt könnte sich alles hinziehen.

LÜNEN

, 23.04.2016, 09:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neben den Saturn am Marktplatz soll ein Netto einziehen - der Besitzer wollte die Pläne aber noch einmal ändern.

Neben den Saturn am Marktplatz soll ein Netto einziehen - der Besitzer wollte die Pläne aber noch einmal ändern.

Der Saturnmarkt sollte sich von 3000 auf 2000 Quadratmeter verkleinern. Auf den übrigen Quadratmetern sollen eine gemeinschaftliche „Windfang“-Fläche sowie der 800 Quadratmeter große Discounter entstehen. Vom Eingang geradeaus in den Saturn, scharf rechts zu Netto – so sahen es zumindest die ersten Entwürfe vor.

Stadtplaner: „Etwas unordentlich“

Der Besitzer – die Harpen Immobilien GmbH aus Dortmund – möchte jetzt jedoch offenbar, dass alles genau umgekehrt wird. Geradeaus zu Netto, nach rechts in den Saturn. Das berichtete Stadtplaner Thomas Berger am Dienstagabend dem Ausschuss für Stadtentwicklung für Umwelt. Vorher sei es „von der Raumstruktur etwas unordentlich gewesen“, erklärt Berger. Die Harpen GmbH äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Gründen für die Plan-Änderung.

Das Problem: Die Änderung im Bebauungsplan, die der Ausschuss dem Rat für die Sitzung am kommenden Donnerstag zum Beschluss empfohlen hatte, könnte für die neuen Pläne nicht mehr ausreichen. Über eine sogenannte „Befreiung“ könnten die neuen Pläne dann trotzdem durchgesetzt werden – „wenn Grundzüge der Planung nicht berührt sind“, so Berger.

Änderung des Zuschnitts

Ob das dort der Fall ist, müsse jetzt eben geprüft werden. Der Zuschnitt wird sich wohl noch einmal ändern, auch die Quadratmeterzahl der einzelnen Gebäude und die Anlieferungsmöglichkeiten beider Geschäfte. Alternativ müsse der Bebauungsplan über die Ausschüsse und den Rat erneut geändert werden.

Große Verzögerungen soll es jedoch trotzdem nicht geben. „Der Eigentümer soll kurzfristig mit der endgültigen Konzeption kommen, dann sollte alles möglichst schnell gehen“, sagt Berger.

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