Ein Neubau ersetzt die Kita an St. Georg - die Kinder erwartet ein besonderer Mitbewohner

mlzKita St. Georg

Für die Kita an St. Georg ist mit dem Ende des Kita-Jahres Schluss. Einst als Provisorium gedacht, war sie bisher unverzichtbar. Nun gibt es eine neue Kita - mit einem besonderen Bewohner.

Lünen

, 07.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kita an St. Georg gibt es seit 14 Jahren. Dabei hatte sich, als sie eingerichtet wurde, niemand vorstellen können, dass es sie solange geben würde - ursprünglich sollte sie nur fünf Jahre existieren. Aber mit dem in der Zwischenzeit etablierten Rechtsanspruch der unter Dreijährigen war seinerzeit nicht mehr daran zu denken, auf sie zu verzichten.

Nun aber naht der Tag des Abschieds vom ursprünglichen Provisorium, in das schon lange nicht mehr groß investiert wurde. Am Ende des Kindergartenjahres ist nun Schluss. Die Mädchen und Jungen aus insgesamt drei Gruppen wechseln in die Kita Viktoriastraße (die Kita St. Georg ist eine Außenstelle) und in die neue Awo-Kita an der Marie-Juchacz-Straße. Dort werden sie auf einen ganz besonderen Kita-Besucher treffen: Smilla, die eineinhalbjährige Labradorhündin.

Ein Neubau ersetzt die Kita an St. Georg - die Kinder erwartet ein besonderer Mitbewohner

Smilla © Britta Linnhoff

Smilla ist die Hündin von Anja Ahlert. Die ist die Leiterin der neuen Einrichtung. Smilla wird demnächst die Ausbildung zum Therapiehund abgeschlossen haben und dann regelmäßig die Kita besuchen.

Kinder kennt Smilla aber schon viel länger. Denn Anja Ahlert leitet bisher die Kita Lummerland in Gahmen, und dort geht Smilla ein und aus, seitdem sie neun Wochen alt ist. An diesem Mittwoch nun ist Smilla nun zum ersten Mal in ihrem neuen Domizil am Stadtpark: ihre Hundematte liegt im Büro der Kita-Leitung.

In diesen Tagen wird nach und nach die Inneneinrichtung geliefert

Viel zu sehen gibt es in der neuen dreigruppigen Einrichtung noch nicht, erst gerade in diesen Tagen wird nach und nach die Inneneinrichtung angeliefert. Immerhin: Die sanitären Anlagen sind eingerichtet, derzeit wird auf dem Außengelände ordentlich gewuselt und innendrin tüchtig geputzt.

Ein Neubau ersetzt die Kita an St. Georg - die Kinder erwartet ein besonderer Mitbewohner

Noch sind die Räume der neuen Kita komplett leer. © Britta Linnhoff

„Wir sind im Zeitplan“, sagt Anja Ahlert entspannt. Von Anfang an hat sie die Baumaßnahme begleitet, inzwischen verläuft sie sich auch in den zahlreichen Räumen nicht mehr. Gebaut wurde im Bestand der ehemaligen Seniorenbegegnungsstätte. Die war zuvor die früheren Räume des Begegnungszentrums im Haus gezogen. Die daraus resultierenden Möglichkeiten für die Kita-Gestaltung empfindet Ahlert keineswegs als Einschränkung, ganz im Gegenteil: „Das ist viel schöner als ein normaler Neubau“, sagt sie. Und noch etwas freut sie besonders: Ihre Stellvertreterin in der neuen Kita wird Canan Törün sein. Mit ihr feiert sie ein berufliches Wiedersehen nach sechs Jahren. Dafür hat sich Törün von Schwerte nach Lünen versetzten lassen.

Ein Neubau ersetzt die Kita an St. Georg - die Kinder erwartet ein besonderer Mitbewohner

Anja Ahlert mit ihrer künftigen Stellvertreterin Canan Törün vor dem neuen Kita-Gebäude. © Britta Linnhoff

Nun nährt sich das riesige Umzugsprojekt dem Ziel: Der erste Kita-Tag in den neuen Räumen wird der 5. August sein. Drei Gruppen waren zuletzt in der Kita an St. Georg untergebracht. Die älteren ziehen nun in die Kita Viktoriastraße. Dort werden sie auch auf bekannte Erzieherinnen treffen, sagt Fachdezernent Ludger Trepper.

Die beiden anderen Gruppen ziehen um in die neue Kita. Das sei auch allen so bekannt gewesen bei Aufnahme in der Kita, betont Trepper. Probleme habe es bei dem nun nötigen Übergang nicht gegeben. Alle Wünsche der Eltern hätten erfüllt werden können. Das sei „ziemlich geschmeidig gelaufen“, sagt Daniel Frieling, Abteilungsleiter Kindertageseinrichtungen, AWO-Unterbezirk Unna.

Ludger Trepper zeigte sich mehr als erleichtert, dass man nun der Evangelischen Kirche endlich die Räume zurückgeben könne, denn die benötigt diese dringend selbst. Pfarrer Udo Kytzia: „Die Diakonie, die seit Jahren mit psychisch kranken Menschen arbeitet, klagt seit Jahren über fehlende Räume.“

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