Neue Ausstellung: Wie Lüner Künstler sich einem schwierigen Thema annähern

Stadtgalerie

Wie kann man Stille in Kunst umsetzen? Diese Frage stellten sich Künstler der Gruppe „Offene Ateliers“. Die Ergebnisse zeigen sie ab Sonntag (3.11.) in der Stadtgalerie im Hansesaal.

Lünen

, 02.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Ausstellung: Wie Lüner Künstler sich einem schwierigen Thema annähern

Künstler Dr. Bernhard Meyer zeigt Gemälde und ein Objekt, in dem es um den rationalen und emotionalen Teil des Gehirns geht. © Beate Rottgardt

Das menschliche Gehirn bekommt Input - rationalen genauso wie emotionalen. Wie dieser Input aussehen könnte, zeigt Dr. Bernhard Meyer in einer Plastik. Die ist an diesem Mittwoch (30.10.) schon an Ort und Stelle in der Stadtgalerie im Hansesaal, Kurt-Schumacher-Str. 41.

Dort wird am Sonntag (3.11.) die Jahresausstellung der Künstlergruppe „Offene Ateliers“ eröffnet. Um 11 Uhr begrüßt Kulturdezernent Horst Müller-Baß die Besucher, bevor die Lüner Museumsleiterin Dr. Katja Stromberg die Gäste in die Arbeiten einführt.

Neue Ausstellung: Wie Lüner Künstler sich einem schwierigen Thema annähern

Künstlerin Gudrun Kattke beim Aufbau ihrer Arbeit in der Stadtgalerie im Hansesaal. © Beate Rottgardt

Sich das Thema „Stille“ vorzunehmen, ist ein mutiges Unterfangen. Wie soll man dieses Empfinden so darstellen, dass die Betrachter die Gefühle teilen können? Diese Frage stellten sich die 14 Künstler der „Offenen Ateliers“, die an der Kunstausstellung beteiligt sind.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen und sind so unterschiedlich wie die Künstler selbst. Objekte wie das von Meyer gibt es ebenso wie Bilder, Installationen oder Fotografien. Man erlebt viel von der Bandbreite der Kunst in Lünen.

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Heinz Brück vor zwei seiner Arbeiten, die er in der Jahresausstellung zeigt. © Beate Rottgardt

Stille, so sagt Katja Stromberg, „bezeichnet eine empfundene Lautlosigkeit, die Abwesenheit von Geräuschen, aber auch von Bewegung. Stille ist ein Zustand, der sich dem Zugriff von Farbe und Form zunächst zu entziehen scheint“.

Keine einfache Aufgabe also, der sich die Künstler gestellt haben. Aber eben auch eine Herausforderung. Sabine Klemp zeigt Skulpturen, darunter einen Frauenkopf. Heinz Brück hat sich dafür entschieden, seine Auffassung von Stille auf die Leinwand zu bringen. Und Gudrun Kattke hat eine Installation zusammen gestellt, die sie beim Aufbau in der Stadtgalerie anordnet.

Sehnsucht nach Sendepause

Mit dabei sind außerdem Jutta Arendes, Christel Eisenkolb, Sigrid Geerlings-Schake, Heide Kemper, Ria Maris, Gilbert Pink, Bärbel Sprzagala sowie die drei Lüner Kulturpreisträger Uwe Gegenmantel und Catharina und Dieter Wagner.

Sie alle möchten „unsere Sehnsucht nach Funkstille und Sendepause stillen“, sagt die Lüner Museumsleiterin. Bei einem Rundgang sollen die Betrachter zum Innehalten angeregt werden und dazu, „die umgebende lärmende Welt einmal zurückzulassen“.

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Sabine Klemp mit einer ihrer Objekte in der Stadtgalerie im Hansesaal. © Beate Rottgardt

Zu sehen ist die Ausstellung ab 3. November bis zum 26. November von Montag bis Freitag zu den Geschäftszeiten des Kulturbüros, sonntags von 14 bis 16 Uhr und während der Veranstaltungen in Theater und Hansesaal.

Um das Thema „Stille“ und die Kunst näher zu beleuchten gibt es am Sonntag, 17. November, um 15.30 Uhr ein „Gespräch am Virtuellen Kamin“. Die Einführung übernimmt Prof. Dr. Heinrich Schulze Altcappenberg.

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