Neue Chance für zentrale Mitte?

LÜNEN SÜD Die zentrale Mitte in der Jägerstraße muss dringend neu gestaltet werden. Die Erkenntnis ist nicht neu. Doch die Ortsunion Lünen-Süd sieht nach ihrer Klausur neue Ansatzpunkte.

von Von Ludwig Overmann

, 18.01.2008, 20:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jochen Gefromm

Jochen Gefromm

Dabei geht es vorrangig um den Bereich zwischen der Sparkasse und der Firma Schlecker, wo Immobilien zum Verkauf stehen.

"Mit dem plötzlichen Tod des Kaufmanns Klaus Büscher - Inhaber des Schuhhauses Mondry - und dem jetzt eingeleiteten Räumungsverkauf bekommt dieses Thema für Lünen-Süd höchste Priorität", teilt Pressesprecherin Rita Schröder von der Ortsunion mit.

Leerstände der Lokale

Insgesamt hat sich zur wirtschaftlichen Situation der Kaufleute und zum Thema Leerstände der Ladenlokale auf der zentralen Achse im Stadtteil 2007 eine von Ratsmitglied Jochen Gefromm (Foto) ins Leben gerufene Arbeitsgruppe gebildet, die eine Versammlung mit Stadtentwicklungsplanerin Astrid Linn und Michael Sponholz, dem Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungszentrums Lünen (WZL), vorbereiten wird.

Aufwertung der Eingangssituation

Als Ergebnis der Beratungen fordern die Süder Christdemokraten ferner eine Aufwertung der Eingangssituation und des Erscheinungsbildes des Unterzentrums und zwar durch die Sanierung der Fahrbahndecke im Abschnitt Ortseingang Lünen-Süd bis zur Autobahn, wo die Zuständigkeit beim Kreis liegt. Der Sauberkeit und Straßenreinigung müsse mehr Aufmerksamkeit geschenkt sowie Grün- und Baumschnitt vorgenommen werden.

Erhalt der guten ÖPNV-Anbindung

Was die Erreichbarkeit des Stadtteils betrifft, so wünscht sich die CDU Lünen-Süd den Erhalt der guten ÖPNV-Anbindung. Eine Ausdünnung bei Takten und Linie dürfe es nicht geben. Wichtiger denn je sei der volle Autobahnanschluss, um qualitativ hochwertigen Handel nach Lünen-Süd zu ziehen. Phantasielose Discountflächen dürften nicht ausgeweitet werden, statt dessen sollte "traditioneller Einzelhandelsmix aus Textil, Haushaltswaren und Dienstleistungen" angesiedelt werden.

Mit Blick auf die Alterspyramide hat sich die Ortsunion in der Vergangenheit bereits für den Neubau einer zentralen Grundschule ausgesprochen. Das Prinzip der kurzen Wege müsse dabei auch bei der ärztlichen Nahversorgung - wie beim Einzelhandel - gelten. Zur Lebensqualität im Stadtteil gehöre ferner "gepflegte Naherholung" z.B. am Hafen, im Südpark und am Leezenpatt.

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