Neue Drehleiter für Feuerwehr Lünen: Moderne Technik sorgt für Sicherheit

Investition

Die Feuerwehr Lünen rückt künftig mit einer neuen Drehleiter aus. Damit können Brände in 23 Metern Höhe bekämpft werden. Das Fahrzeug wiegt 16 Tonnen und hat 300 PS.

Lünen

02.03.2021, 13:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die neue Drehleiter der Feuerwehr Lünen „hört“ auf den Funkrufnahmen „LÜN-8-DLK23-1“. Die 8 steht für den Löschzug der Berufsfeuerwehr, „DLK“ für „Drehleiter mit Korb“, die 23 für die Nenn-Rettungshöhe in Metern und mit der letzten Ziffer werden gleichartige Fahrzeuge innerhalb eines Löschzugs durchnummeriert.

Die neue Drehleiter der Feuerwehr Lünen „hört“ auf den Funkrufnahmen „LÜN-8-DLK23-1“. Die 8 steht für den Löschzug der Berufsfeuerwehr, „DLK“ für „Drehleiter mit Korb“, die 23 für die Nenn-Rettungshöhe in Metern und mit der letzten Ziffer werden gleichartige Fahrzeuge innerhalb eines Löschzugs durchnummeriert. © Stadt Lünen

Eine moderne Drehleiter gehört jetzt zum Fuhrpark der Feuerwehr Lünen. Das Fahrzeug wiegt 16 Tonnen und hat 300 PS. Zur Zeit werden die Feuerwehrleute in der Bedienung geschult. Das teil die Pressestelle der Stadt Lünen mit.

Die Drehleiter ist vor allem für die Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen konzipiert, aber auch für die Brandbekämpfung. Sie kommt auch zur technischen Hilfeleistung zum Einsatz, beispielsweise bei Sturm oder zur Ausleuchtung von Einsatzstellen. Die Einsatzkräfte erreichen mit voll ausgefahrener Leiter Höhen bis zu 23 Metern. Die Leiter ist auch unter das Bodenniveau absenkbar. Der Rettungskorb kann bis zu vier Personen aufnehmen. An dem Korb ist für Brandeinsätze ein Wasserwerfer mit einem Durchsatz von bis zu 2000 Liter Wasser pro Minute montiert.

Elektronische Sicherheitssysteme

Das neue Fahrzeug hat elektronischen Sicherheitssysteme. Kameraausrüstung unterstützt die Einsatzkräfte beim Manövrieren. Wasserdüsen am Korb schützen das Personal bei plötzlicher Brandausbreitung. Bei Gefahr sorgt die Rettungsfunktion dafür, dass die Leiter automatisch zurückgeholt werden kann. Die neue Drehleiter ist mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet.

Das Knickgelenk des neuen Fahrzeugs macht die Einsatzkräfte flexibel. Großflächige neonfarbige Schraffierungen sorgen für besonders gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Das Knickgelenk des neuen Fahrzeugs macht die Einsatzkräfte flexibel. Großflächige neonfarbige Schraffierungen sorgen für besonders gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr. © Stadt Lünen

Das Fahrzeug mit dem Mercedes-Fahrgestell und dem Aufbau von Magirus wurde nach einer europaweiten Ausschreibung für 710.000 Euro bestellt. Es ersetzt eine 27 Jahre alte Drehleiter im Feuerwehrgerätehaus in Brambauer. Der Löschzug 5 in Brambauer soll die bisherige Drehleiter der Berufsfeuerwehr übernehmen. Die wird aber noch wegen eines Unfallschadens beim Hersteller begutachtet. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt.

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