Mehr Zeit und Kunden: Wie ein Lüner Unternehmer die Corona-Krise meistert

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Die Corona-Krise bedroht die Existenz vieler Betriebe. Patrick Langhorst hingegen braucht sich erst mal keine Sorgen zu machen. Der Gebäudereiniger bekommt derzeit sogar mehr neue Kunden.

von Sina Osterholt

Lünen

, 29.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Immer mehr Firmen und Selbstständige kämpfen gegen die Corona-Krise und um die Existenz ihrer Unternehmen - die Maßnahmen und vor allem der Lock-Down haben zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. Viele Arbeitnehmer sind in Kurzarbeit oder müssen um ihre Jobs fürchten.

Bei Gebäudereiniger Patrick Langhorst sieht das anders aus: Die Krise trifft ihn nicht so hart wie andere Firmen. Im Gegenteil: Er bekommt derzeit sogar noch neue Kunden dazu und hat mehr Zeit, um größere Aufträge abzuarbeiten.

Sanierungsarbeiten lassen sich in Corona-Zeiten gut durchführen

Im Oktober 2018 hatte sich Patrick Langhorst als Gebäudereiniger selbstständig gemacht. Der 31-Jährige ist auf die Sanierung von Böden spezialisiert. Anders als andere Selbstständige bleibt sein Berufsalltag von der Corona-Krise verschont - Gebäude reinigen kann er schließlich trotzdem.

Und dabei gebe es nur wenige Einschränkungen: „Die Kunden sind aufgrund des Kontaktverbots nur noch alleine vor Ort, ich halte Abstand und benutze regelmäßig Desinfektionsmittel.“ Wenn die Kunden das wünschen, trägt Langhorst auch eine Schutzmaske. Nur Termine mit Risikopatienten und einen Großauftrag in Bremen habe der Gebäudereinigermeister verschieben müssen.

Das war aber nicht weiter schlimm: „Stattdessen sind einige neue Kunden dazu gekommen.“ Er könne allerdings nicht sagen, ob das ausschließlich auf die Krise zurückzuführen sei. Unter anderem ist Langhorst mit der Stadt Lünen sowie der Stadt Datteln im Gespräch - beide Kommunen planen die Sanierung von Böden in öffentlichen Gebäuden: „Für Sanierungsarbeiten in vorübergehend geschlossenen Gebäuden ist momentan der beste Zeitpunkt.“

Trotz Krise denkt Langhorst über Expansion nach

Nicht nur hinsichtlich der Umsätze hat der Kleinunternehmer einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Selbstständigen. Da er einen Ein-Mann-Betrieb führt, muss er sich keine Sorgen über verschärfte Maßnahmen für Mitarbeiter machen. Trotzdem hat Langhorst weiterhin den Wunsch, ab dem 1. August seinen ersten Auszubildenden einzustellen: „Eine weitere Person lässt sich noch trotz Corona-Zeit gut regeln.“

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