So sieht der Siegerentwurf zu der „Lippe-Brücke“ für den IGA-Radweg zwischen Lüner und Bergkamen aus.
IGA-Radweg

Neue Lippe-Brücken in Lünen: So soll das Bauwerk aussehen

Für die Fertigstellung des geplanten Radwegs zwischen Lünen und Bergkamen für die IGA 2027 müssen auf Lüner Stadtgebiet zwei Brücken gebaut werden. Es gibt einen Siegerentwurf.

Die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) wirft ihre Schatten voraus:

Bis zum Start der Ausstellung soll zwischen Lünen und Bergkamen ein 22 Kilometer langer Radweg entstehen. Vorhandene Radwege sollen ausgebaut und fehlende Lückenschlüsse im Radwegenetz ergänzt werden. In Lünen betrifft dies insbesondere die Überquerung der Lippe und der Kamener Straße.

Dazu wurde jüngst ein Brückenwettbewerb veranstaltet, dessen Sieger am Freitag (20. August) in einer virtuellen Pressekonferenz der Stadt Lünen, moderiert vom Technischen Beigeordneten Arnold Reeker, vorgestellt wurde.

Tags zuvor hatte eine 25-köpfige Jury, wie Reeker sagte, die äußerst schwierige Aufgabe, aus 13 hochwertigen Entwürfen den aus ihrer Sicht besten auszuwählen.

Mehr als Querungshilfen

Die Wahl fiel auf den Entwurf des Ingenieurbüros für Bauwesen „Marx Krontal Partner“ aus Hannover. Dessen Geschäftsführer Ludolf Krontal erklärte, dass die beiden schwungvoll und optisch leicht gestalteten Brücken nicht nur Querungshilfen, sondern vielmehr „Orte sein sollen, wo man abends hingehen und sich zum Ausruhen auf die Bänke setzen kann“.

Lünens Technischer Beigeordneter Reeker und Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH, waren sich einig, dass die Bauwerke exzellent in die Landschaft passen.

„In eine wunderschöne Landschaft, wie man sie so gar nicht im Ruhrgebiet vermutet“, sagte IGA-Geschäftsführer Horst Fischer weiter. Er schlug vor, den Brücken Namen zu geben. Gut möglich, dass es dazu noch einen öffentlichen Aufruf gibt.

Vergabeverfahren ist Formsache

Vorher steht aber in den kommenden Tagen noch das offizielle Vergabeverfahren an. Daran sind neben dem Siegerentwurf auch der Zweit- und Drittplatzierte beteiligt. Wobei es sich dabei in aller Regel um eine rechtliche Formalie handelt, wie Reeker und Fischer betonten.

  • Die Lippe-Brücke ist den Angaben zufolge rund 100 Meter lang, die Stahlkonstruktion, deren vier Segmente vor Ort zusammengeschweißt werden sollen, wiegt rund 280 Tonnen.
  • Die Brücke über die Kamener Straße ist rund 50 Meter lang und kommt auf ein Gewicht von etwa 140 Tonnen.
  • Ersten Kostenschätzungen zufolge liegen die „reinen Brückenkosten“ bei 3,04 Millionen Euro.
  • Davon fließen laut Arnold Recker etwa 85 bis 90 Prozent an Bundesmitteln. Diese Gelder stehen von September/Oktober dieses Jahres an für vier Jahre zur Verfügung. Das heißt die Brückenbauwerke müssen 2025 stehen.

Mehrere Zukunftsgärten

Wie bereits berichtet, wird die Metropole Ruhr 2027 die „Internationale Gartenausstellung“ (IGA) ausrichten. Teil der Gesamtausstellung werden sogenannte Zukunftsgärten sein. Unter dem Motto „Landschaft in Bewegung“ wird im nordöstlichen Ruhrgebiet einer von fünf Hauptstandorten der IGA Metropole Ruhr 2027 entwickelt. Die Besonderheit hierbei ist, dass er als interkommunaler Zukunftsstandort der Städte Bergkamen und Lünen entsteht.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks

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