Neue Satzung soll Parkplatznot in Lünen vermeiden

Zwei Parkplätze pro Haus

Parkplatznot am Triftenteich, Parkplatznot am Mahlbach – Probleme, die teilweise schon bei der Planung der Gebiete absehbar waren. Das meinte zumindest ein Experte im zuständigen städtischen Ausschuss. Jetzt will die Verwaltung reagieren und Parkplatz-Vorschriften für Neubaugebiete erlassen.

LÜNEN

, 18.12.2016, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Parkplätze in der Siedlung am Triftenteich sind knapp. Solche Probleme sollen künftig vermieden werden.

Parkplätze in der Siedlung am Triftenteich sind knapp. Solche Probleme sollen künftig vermieden werden.

Mit einer Stellplatz-Satzung für die ganze Stadt soll das künftig vermieden werden. Über den ersten Entwurf dieser Satzung hat Ende November der Stadtentwicklungsausschuss gesprochen. Die Situation bisher: Bei Neubauten wird der Bedarf für Stellplätze im Einzelfall geregelt.

In der Bauordnung NRW gibt es keine verpflichtenden Regeln, aber eine Tabelle, an der die Verwaltung sich orientieren kann. Diese Tabelle soll jedoch mit einer Novellierung der Bauordnung im kommenden Jahr wegfallen. Bis dahin will die Verwaltung eine eigene Stellplatz-Satzung haben – und die würde im Zweifel dafür sorgen, dass in Neubaugebieten künftig mehr Parkplätze vorhanden sind.

„Wir wollen den öffentlichen Raum vom ruhenden Verkehr entlasten“, erklärte Städtebau-Referendar Alexander Benning, der die Satzung vorstellte. Profitieren soll außerdem der Haushalt, es gibt Transparenz, Rechtssicherheit und eine bessere Steuerung.

Zwei Parkplätze pro Einfamilienhaus sollen Pflicht werden

Konkret sieht die Satzung beispielsweise vor, dass pro Einfamilien(-reihen-)haus zwei Stellplätze geschaffen werden müssen, bei Mehrfamilienhäusern ist ein Stellplatz pro Wohnung bis 100 Quadratmeter vorgesehen. Das kritisierte unter anderem Otto Korte (GFL), dessen Ansicht nach eine knapp 100 Quadratmeter große Wohnung schon wie ein Haus zu behandeln sei. Es gibt außerdem Regelungen für Läden, Büros, Schulen, Sportplätze, Reitanlagen etc.

Mit der Satzung, so Benning, solle aber auch der Radverkehr gefördert werden. Deshalb ist unter anderem für Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude und Sportstätten auch der Bau von Radstellplätzen verpflichtend.

Wie genau die Quoten am Ende aussehen, kann jedoch noch bestimmt werden. Weil viele Fraktionen noch Änderungsbedarf sahen, wurde die Entscheidung auf eine der kommenden Sitzungen verschoben. Die Satzung muss abschließend ohnehin noch vom Rat endgültig beschlossen werden.

 

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