Hausärztlicher Notdienst

Notdienstpraxis ist nach Corona-Hin-und-Her wieder im Aktivum Lünen

Wer sich außerhalb der Sprechzeiten seines Hausarztes krank fühlt, wendet sich an die Notdienstpraxis. Die Einrichtung musste wegen Corona mehrfach umziehen. Damit ist jetzt Schluss.
Eine Aufrüstung der Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte an der Alststadtstraße 23 neben dem St.-Marien-Hospital (Archivfoto) ist im Gespräch, um die zunehmenden Patienten mit Erkältungssymptomen zu behandeln. © Quiring-Lategahn

Zum dritten Mal ist die hausärztliche Notdienstpraxis in diesem Jahr umgezogen. Jetzt ist sie wohl da, wo sie auch bleiben soll: in den ehemaligen Räumen des Aktivum am Krankenhaus. Dass der Standort mehrfach wechseln musste, hat mit der Corona-Pandemie zu tun.

Ursprünglich war die Notdienstpraxis direkt im Katholischen Klinikum Lünen/Werne zu finden, auf gleicher Etage mit der Zentralen Aufnahme. Um Kontakt mit anderen Kranken in Corona-Zeiten zu vermeiden, wurde die Notdienstpraxis im März ein paar Meter weiter in die Räume des ehemaligen Aktivum ausgegliedert.

Platz machen für Covid-Zentrum

Doch auch da konnte sie nicht bleiben. Weil die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) dort zeitweise ihr Covid-Behandlungs-und Testzentrum eingerichtet hatte,, stand der Notdienstpraxis wieder ein Umzug bevor. Diesmal auf die andere Seite des Krankenhauses, in das Untergeschoss des genannten F-Baus. Der nachteil: Nur über eine Nottreppe waren die Räume zu erreichen. Nach der Schließung des Covid-Behandlungszentrums im Juni konnte die Notdienstpraxis wieder zurück in die Räume des Aktivums.

Das bestätigt Dr. Michael Funke, Notdienstbeauftragter und Vorsitzender des Lüner Ärztevereins, auf Anfrage. Seit Mitte Juni sei dort wieder ganz normal der Dienst aufgenommen worden. Entsprechende Schilder weisen Patienten den Weg.


Keine Abstriche in Notdienstpraxis

Dort würden allerdings keine Abstriche genommen, um auf das Corona-Virus zu testen. „Diese Funktion übernehmen wir nicht, weil notwendige Abstriche inzwischen bei den Hausärzten gemacht werden können“, erklärt Funke.

Verdachtsfälle müssten sich am nächsten Arbeitstag telefonisch beim Hausarzt melden. „Bei schweren Symptomen würden wir Patienten sicherheitshalber ins Krankenhaus schicken.“

Während die Covid-Praxis am Start war, sei in der Notdienstpraxis weniger zu tun gewesen. Inzwischen normalisierten sich die Patientenzahlen wieder. Der Computer der Covid-Praxis sei allerdings noch angeschlossen und nur beiseite geschoben. Sollte es wieder verstärkt zu Corona-Infizierten kommen, könne man die Einrichtung wieder hochfahren. Dass die Spuckschutzwände dort noch vorhanden seien, sei auch für die Notdienstpraxis positiv.

Öffnungszeiten:

Montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 22 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 22 Uhr und samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 22 Uhr.

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