Online-Supermarkt Picnic beliefert jetzt auch drei Stadtteile in Lünen

mlzNeues Angebot

Frische Lebensmittel frei Haus: Das ist das Konzept des niederländischen Start-ups Picnic. Der Online-Supermarkt hat ein Lager in Kamen aufgeschlagen und beliefert von dort aus auch Lünen.

Lünen

, 23.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Zeitpunkt ist zweifelsohne günstig: Das niederländische Start-up Picnic hat ein neues „Hub“ in Kamen in Betrieb genommen. Von dort aus sollen zunächst 20 Mitarbeiter („Runner“) mit 15 Elektro-Lieferfahrzeugen Haushalte in der Region beliefern. Dazu gehören neben Kamen und Bergkamen auch Stadtteile von Unna, Dortmund und eben Lünen.

Konkret spricht Picnic von 3100 Haushalten in Beckinghausen, Horstmar und Niederaden, die ab Mai im Liefergebiet liegen - Kunden können sich ab sofort für die Warteliste registrieren lassen. In der Regel dauert es ein bis zwei Wochen, bis ein Kunde dann auch für die Lieferungen freigeschaltet wird.

Mit dem E-Lieferwagen bis zur Haustür

Picnic gibt sich ambitioniert: Die Zahl der Mitarbeiter in Kamen soll auf 100 steigen, auch die Liefergebiete will das Start-up ausdehnen. Die schmalen Elektro-Lieferwagen und eine klare Streckenplanung sollen dabei helfen.

Die Idee hinter dem Online-Supermarkt: Frische Lebensmittel möglichst klimaneutral frei Haus liefern. Dafür muss der Kunde in Kauf nehmen, dass er keine Wunschlieferzeit angeben kann, wie es zum Beispiel bei Lieferservices der großen Ketten Rewe oder Edeka möglich ist. Stattdessen gibt es bei Picnic Zeitfenster für verschiedene Straßen, per App kann der Kunde verfolgen, wann seine Lieferung eintrifft. Der Mindestbestellwert liegt bei 25 Euro, Lieferkosten fallen nicht an.

In Zeiten von Corona ist das Angebot vor allem für Menschen attraktiv, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören und deshalb nur selten vor die Tür gehen (können). Allerdings gibt es in der Lippestadt natürlich Alternativen zu dem neuen Angebot - zum Beispiel die Online-Plattform „Lünen bringt‘s“, auf der sich Betriebe aus dem gesamten Stadtgebiet registrieren und ihre Lieferservices anbieten können. Lebensmittel sind hier allerdings noch nicht auf der Liste, mit Ausnahme von Pralinen und Tee.

Viele Einkaufshilfen in Lünen

Wer also den klassischen Besuch im Supermarkt oder Discounter künftig digital absolvieren will, muss entweder auf die bereits erwähnten Lieferdienste der großen Ketten zurückgreifen - oder auf die zahlreichen Angebote von Vereinen und Verbänden, die Menschen in Risikogruppen ihre Hilfe anbieten, indem sie die Einkäufe erledigen. Zum Beispiel gibt es die Einkaufshelfer der DLRG, das Einkaufstelefon der SPD oder die Einkaufshilfe der Vivawest.

Weitere Lieferangebote finden sich auch in unseren Übersichten der Lüner Geschäfte und der Restaurants. Letztere müssen nach wie vor geschlossen bleiben, hier könnte es frühestens ab dem 4. Mai zu Lockerungen kommen. Viele Betriebe haben deshalb reagiert und teilweise neue Lieferservices eingerichtet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt