Opfer von Straftaten haben mehr Rechte

Arbeitskreis

LÜNEN Opfer von Straftaten haben mehr Rechte. Das ist dem 2. Opferrechts-Reformgesetz zu verdanken, das mittlerweile in Kraft getreten ist.

von Von Beate Rottgardt

, 13.11.2009, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Informierten über das 2. Opferschutzreformgesetz: (v.l.) Gabriele Schiek (Frauenbüro), Christiane Krause-Schumann (Weißer Ring), Angelika Barlog (Polizei) und Helga Kamphern (soz.-psychiatrischer Dienst Kreis Unna).

Informierten über das 2. Opferschutzreformgesetz: (v.l.) Gabriele Schiek (Frauenbüro), Christiane Krause-Schumann (Weißer Ring), Angelika Barlog (Polizei) und Helga Kamphern (soz.-psychiatrischer Dienst Kreis Unna).

Über die neuen Rechte freuen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Opferhilfe Lünen. "Es ist gut, dass sich die Möglichkeiten des Opfers, aktiv am Prozess beteiligt zu sein, erheblich ausgeweitet haben", so Christiane Krause-Schumann ("Weißer Ring"). So hat jetzt jedes Opfer von Straftaten die Möglichkeit, als Nebenkläger aufzutreten, wenn es an den Folgen der Tat leidet. Das gilt beispielsweise durchaus auch für Opfer von Wohnungseinbrüchen.

Dank des neuen Gesetzes haben auch mehr Opfer Anspruch auf einen Opferanwalt. Und die Betroffenen müssen nun von den Strafverfolgungsbehörden ausführlich und verständlich über ihre Rechte informiert werden. Beispielsweise übermöglichen Schmerzensgeldanspruch oder Recht auf Anwalt.

Auch in Sachen Datenschutz gibt es neue Regelungen - so muss ein Opfer vor Gericht nicht mehr seinen Wohnort angeben, wenn es Angst vor möglichen Reaktionen des Täters hat.

Wer nur als Zeuge aussagt, kann einen Rechtsanwalt als Zeugenbeistand bekommen. der auch schon bei der polizeilichen Befragung dabei ist. Und ein Opfer hat auch Anspruch darauf, zu erfahren, wann der Täter eine Haftstrafe antritt, wann Hafturlaub, -lockerungen und -entlassung stattfinden. Dies allerdings nur auf Antrag.

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