Ordnungsamt und Polizei bald gemeinsam auf Streife?

SPD-Ortstermin

Ihren Besuch bei der Polizei nutzten die Lüner Sozialdemokraten zu einem Gedankenaustausch mit den Ordnungshütern. Ein wichtiger Aspekt waren dabei sogenannte Ordnungspartnerschaften, die sich in NRW seit 1992 bewährt haben, in Lünen aber noch nicht umgesetzt wurden.

LÜNEN

von Von Dieter Hirsch

, 23.08.2011, 12:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizeipräsident Hans Schulze (2.v.l.), Frank Schulz, Leiter der Polzeiinspektion 3 (3.v.l.) und Klaus Demuth, Leiter der Wache Lünen (r.), empfingen die SPD zum Informationsgespräch.

Polizeipräsident Hans Schulze (2.v.l.), Frank Schulz, Leiter der Polzeiinspektion 3 (3.v.l.) und Klaus Demuth, Leiter der Wache Lünen (r.), empfingen die SPD zum Informationsgespräch.

Ordnungspartnerschaften zwischen Polizei und Stadt haben sich landesweit vielfach bewährt. „Wir müssen in Lünen in der Politik die Sensibilität für solche Ordnungspartnerschaften fördern“, erklärte Rüdiger Billeb (SPD) am Montag bei einem Gespräch zwischen der Polizei und den Lüner Sozialdemokraten.

Solche Ordnungspartnerschaften sind in der Vergangenheit von der Stadt Lünen und der Politik aus Geldmangel nicht auf den Weg gebracht worden. Bei den Ordnungspartnerschaften gehen ein Polizeibeamter und ein Vertreter des städtischen Ordnungsamtes gemeinsam Streife. Der Vorteil gegenüber dem in Lünen praktizierten Modell der „Servicekräfte“ ist, dass die Polizeibeamten in den Ordnungspartnerschaften bei Vergehen, die beobachtet werden, direkt eingreifen und auch Strafen aussprechen können.

„Wenn die Servicekraft in Lünen einem Radler, der zum Beispiel in die Fußgängerzone fährt, etwas sagt, antwortet dieser ´Sie haben mir gar nichts zu sagen´“, so Polizeipräsident Hans Schulze. „Ordnungspartnerschaften haben für uns einen hohen Stellenwert. Die ersten wurden bereits 1992 eingerichtet“, so der Polizeipräsident. Die Polizei stehe auch in Lünen weiterhin für Ordnungspartnerschaften zur Verfügung. In NRW gebe es mehrere hundert solcher funktionierender Ordnungspartnerschaften, erklärte SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer.

Lesen Sie jetzt