Pachtvertrag läuft aus - Lüner Schützen suchen neuen Wirt

mlzZum Hubertus

Der Lüner Schützenverein von 1332 sorgt sich um sein Vereinszentrum: Das aktuelle Pächterehepaar gibt die Gaststätte „Zum Hubertus“ Ende 2020 auf. Jetzt wird ein neuer Wirt gesucht.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 25.10.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den Lüner Schützenverein von 1332 ist die Gaststätte „Zum Hubertus“ quasi das Zuhause, sagt Ute Vellmer, Schriftführerin des Vereins. „Hier finden ja alle unsere Feierlichkeiten statt: Neujahrsempfänge, Weihnachtsfeiern und natürlich auch der Königsball. Immer, wenn wir zusammen gefeiert haben, war das hier“, erklärt sie. „Das ist schon ein Stück Heimat für uns.“

21 Jahre lang mit Herzblut dabei

Umso mehr bedauern die Lüner Schützen, dass sich dort zum Jahresende Veränderungen einstellen werden: Denn das Pächterehepaar, das die Gaststätte in den vergangenen 21 Jahren mit Herzblut und Engagement betrieben hat, hat den Ende Dezember auslaufenden Pachtvertrag nicht verlängert. „Das hat aber tatsächlich nichts mit Corona zu tun. Die Entscheidung ist schon im vergangenen Jahr gefallen“, erklärt Vellmer. Vielmehr hätten die Pächter nun das Rentenalter erreicht und wollten sich deshalb ins Privatleben zurückziehen. Auch die angeschlossene Wohnung, die zum Gebäudekomplex gehört und von den Pächtern bewohnt wurde, machen sie frei.

Der erste Wehrmutstropfen ist nun, dass wegen der Corona-Lage nun kein großer Abschied gefeiert werden kann. „Eigentlich war noch einmal eine große Feier mit Musik und Tanz, gutem Essen und Getränken geplant“, berichtet Vellmer. „Aber leider kann man in diesen Zeiten nicht alle so gebührend verabschieden, wie man eigentlich möchte.“ Eine kleine Verabschiedung werde es wohl geben, ein größeres Fest lasse sich vielleicht irgendwann nachholen.

Deutlich schwerer wiegt deshalb der zweite Wehrmutstropfen: Die Lüner Schützen brauchen einen neuen Wirt für die Gaststätte. „Wir suchen schon seit einiger Zeit und arbeiten auch weiter fieberhaft daran, jemanden zu finden“, so Vellmer. Bisher waren alle Bemühungen aber erfolglos. Und: „So langsam wird die Zeit natürlich knapp.“

Schützenverein ist Eigentümer

Zwar ist der Schützenverein Eigentümer des Gebäudes, weshalb er die Räumlichkeiten eigentlich nicht zwingend als Gaststätte nutzen muss. „Aber wir wollen, dass das ‚Hubertus‘ in der Form sowohl für die Schützen als auch für alle anderen Besucher weiterbestehen kann“, stellt Vellmer klar. Dies sei sicher auch im Interesse anderer Vereine und aller anderen Besucher, die regelmäßig im „Hubertus“ zu Gast waren. „Es waren ja immer viele Leute da, der Betrieb lief gut.“

Für den Fall, dass sich kein Wirt findet, laufen bei den Schützen auch schon Alternativ-Planungen - vorzeigbar sei allerdings noch nichts, auch weil man eben den Fortbestand der Gaststätte anstrebe. Aufgegeben habe man dabei noch nicht - wer Interesse hat, das „Hubertus“ zu pachten, kann sich nach wie vor bei Geschäftsführer Jörg Kostrzewa per Mail (joerg.kostrzewa@unitybox.de) melden.

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