Perfekt: Hagedorn-Gruppe kauft das stillgelegte Steag-Kraftwerk in Lünen

Industriefläche

Es hatte sich bereits angedeutet, nur die Bestätigung fehlte. Jetzt hat die Hagedorn-Gruppe aus Gütersloh bekannt gegeben, dass sie das stillgelegte Steag-Kraftwerk in Lünen gekauft hat.

Lünen

, 05.12.2019, 19:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Perfekt: Hagedorn-Gruppe kauft das stillgelegte Steag-Kraftwerk in Lünen

Das Steag-Kraftwerk in Lünen ist an die Hagedorn-Gruppe aus Gütersloh verkauft worden und wird zurückgebaut. © Goldstein

Hagedorn-Geschäftsführer Rick Mädel bestätigte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass man den Kaufvertrag mit der Steag unterschrieben hat. Das Unternehmen habe die 370.000 Quadratmeter große Fläche erworben, außerdem ein Vorkaufsrecht für weitere 50.000 Quadratmeter - nämlich das Grundstück, auf dem derzeit der Batteriespeicher und das Strahlmittelwerk der Steag stehen.

Steag-Fläche soll für Gewerbe aufbereitet werden

Letztere bleiben im Besitz des Energiekonzerns - über die Zukunftspläne machte Markus Hennes, Unternehmenssprecher der Steag, auf Anfrage noch keine Angaben: „Die Batteriespeicher bleiben in Lünen“, betonte er allerdings.

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Wie Rick Mädel weiter erklärte, wolle man das Kraftwerk zurückbauen und die Flächen für eine neue gewerbliche Nutzung aufbereiten. Genau das war ein Hauptanliegen der Lüner Verwaltung und der Wirtschaftsförderung gewesen - denn die Lippestadt hat keine Gewerbeflächen mehr übrig.

Wie Markus Hennes für die Steag weiter erklärte, werde man sich Lünen weiter „ganz besonders verbunden fühlen“. Schließlich handelt es sich bei dem Kraftwerk an der Moltkestraße um einen der beiden Gründungsstandorte.

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Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns erklärte: „Die Revitalisierung dieser großen Industriefläche bedeutet für Lünen eine Chance: Hier können wir emissionsarme und zukunftsfähige Betriebe mit tariflich bezahlten Arbeitsplätzen anziehen.“

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