Polizei hat Hinweise auf weitere Überfälle

Horstmarer See

Nach dem brutalen Raubüberfall einer 15-köpfigen Tätergruppe gibt es Indizien, dass es in den Sommerferien weitere Übergriffe im Seepark gab. Die Polizei vermutet, dass diese Übergriffe von den gleichen Tätern ausgegangen sein könnten.

LÜNEN

von David Reininghaus

, 04.09.2017, 11:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
So friedlich wie auf diesem Foto scheint es nicht immer im Seepark zu sein.

So friedlich wie auf diesem Foto scheint es nicht immer im Seepark zu sein. © Foto: Beuckelmann

Wie die Polizei gestern mitteilte, hat sich ein anonymer Anrufer gemeldet und von einem konkreten Vorfall am Freitag, 18. August berichtet. Der soll ähnlich abgelaufen sein wie der vor einer Woche.

Eine größere Tätergruppe soll drei jüngere Männer, laut Anrufer Anfang 20, bedroht und zur Herausgabe von Geld aufgefordert haben. Schließlich gaben sie nach und die Täter erbeuteten einen zweistelligen Betrag. Zu körperlicher Gewalt kam es in dem Fall nicht.

Im Gegensatz zum vergangenen Samstag, als sich ein 20-jähriger Paderborner weigerte, Zigaretten und Geld an eine etwa 15-köpfige Tätergruppe auszuhändigen. Darauf hin malträtierten ihn die Räuber mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray.

Als ein 27-jähriger Bergkamener die Polizei rufen wollte, wurde auch er von einem Teil der Gruppe attackiert. Sein Handy wurde gestohlen.

Gleiche Tätergruppe?

Wie Polizei-Pressesprecher Gunnar Wortmann gestern auf Anfrage mitteilte, ist es möglich, dass es sich bei den Überfällen vom 18. August und vom vergangenen Samstag um die gleiche Tätergruppe handelt. Er bestätigte Fortschritte bei der Ermittlung der Täter. „Wir tappen nicht mehr im Dunkeln“, so Wortmann.

Weitere anonyme Anrufe und Hinweise lassen offenbar außerdem den Schluss zu, dass die bekannt gewordenen Überfälle nicht die einzigen während der Ferienzeit im Seepark waren. dr


Die Polizei bittet mögliche Opfer oder Zeugen der jüngsten Vorfälle, sich mit der Polizei unter Tel. (0231) 132-7441 in Verbindung zu setzen.

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