Drogen, Alkohol, aggressiv: Polizei setzt Schlagstock gegen Autofahrer ein

Polizeieinsatz

Ursprünglich gestoppt worden war ein Kamener, weil er in Lünen über eine rote Ampel gefahren war. Danach stellte die Polizei noch andere Verstöße fest und der Einsatz wurde offenbar schwieriger.

Lünen

08.12.2020, 10:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Mann war laut Polizei sehr aggressiv.

Der Mann war laut Polizei sehr aggressiv. © picture alliance / Patrick Seege

Eigentlich hätte die Sache schnell erledigt sein können: Weil er bei rot über die Ampel fuhr, stoppten Polizisten am Montagabend, 7. Dezember, einen 24-jährigen Autofahrer im Bereich der Konrad-Adenauer-Straße/Marie-Juchacz-Straße in Lünen „Nach einem auffälligen Schlenker in Richtung Fahrbahnrand ging die Fahrt auch an einer bereits mehrere Sekunden Rotlicht zeigenden Ampel weiter“, schreibt die Polizei dazu in einer Pressemitteilung. Das sei Grund genug für eine Kontrolle in unmittelbarer Nähe.

Alkohol- und Cannabisgeruch

Allerdings war der Fahrstil nicht das einzige, was auffällig war: Aus dem Fahrzeug kam den Polizisten der offensichtliche Geruch von Alkohol und Cannabis entgegen, heißt es in der Mitteilung. Sie forderten den 24-jährigen Fahrer aus Kamen sowie drei weitere Mitfahrer im Alter von 18, 27 und 28 Jahren auf, auszusteigen.

„Während des Einsatzes verhielt sich die Gruppe unkooperativ, der Fahrer war wiederholt aggressiv. Als ihm die Polizisten im weiteren Verlauf Handfesseln anlegen wollten, steigerte sich seine Aggressivität erneut und er schlug sowie schubste einen der Beamten.“, schreibt die Polizei dazu. Der Mann sei mit Hilfe eines „Einsatzmehrzweckstocks“ zu Boden gebracht worden. Die Beamten fesselten ihn. Auch danach habe er sich weiter aggressiv verhalten und sei in Gewahrsam gekommen.

Auch Verstoß gegen Corona-Schutzverordnung

Ein dort durchgeführter freiwilliger Drogenvortest sei positiv ausgefallen. Und zwar auf Cannabis und Amphetamin/Methamphetamin. Ein Arzt entnahm außerdem Blutproben, um festzustellen, ob er auch Alkohol im Blut hatte.

Das Handy des 28-jährigen Kameners, der ebenfalls im Auto saß, sei ebenfalls sichergestellt worden, da er die Maßnahme gefilmt hatte. Das Handy sei wegen des „Verdachts der Verletzung des vertraulichen Wortes“ sichergestellt worden, so die Polizei. „Zudem befand sich im Wagen ein Tütchen mit augenscheinlichen Betäubungsmitteln. Auch dieses stellten die Polizisten sicher, genau wie den Autoschlüssel“, teilt die Polizei weiterhin mit. Neben den Strafanzeigen gab es auch Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung, da die vier Männer aus verschiedenen Haushalten stammen.

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