Taschendiebe sind derzeit auch in Supermärkten unterwegs. © picture alliance / dpa
Taschendiebe

Polizei warnt vor Taschendieben in Lüner Supermärkten

Weihnachtszeit ist Diebstahlzeit? Zumindest normalerweise. In der Corona-Pandemie weichen Taschendiebe auf Supermärkte aus. Das ist aber laut Polizei ein Grund für mehr Achtsamkeit.

Die Weihnachtszeit ist normalerweise das El Dorado der Taschendiebe: Weihnachtsmärkte und Dunkelheit, dichtes Gedränge, gestresste Passanten, die es nicht mitbekommen, wenn ihnen jemand tief in die Tasche greift. Dieses Jahr fallen für Langfinger jedoch diese günstigen Gelegenheiten weg.

Diebe weichen auf belebte Orte aus

Ein Grund für die Diebe, kreativ zu werden. Sie weichen auf die Orte aus, die trotz Lockdown noch belebt sind: Supermärkte. Wie die Polizei mitteilt, gab es Ende November eine kleine Diebstahl-Serie. Fünf Anzeigen erhielt die Polizei an einem Freitagabend (20.11.). Ob in der Bergstraße, der Niederadener Straße oder der Alstedder Straße – allen Opfern wurden die Geldbörsen entwendet. Und zwar unbemerkt. Die Tatzeit lag zwischen 16 und 19 Uhr.

Kennzeichnet das schon den Beginn einer Diebstahlwelle? Hat es die Polizei mit einer organisierten Bande zu tun, wie es im Kreis Coesfeld derzeit der Fall ist? Dort sind nicht nur Taschendiebe als Gruppe unterwegs, sondern auch Trickbetrüger. Gunnar Wortmann, Pressesprecher der Polizei Dortmund, kann für Lünen Entwarnung geben. „Wir haben bisher nichts davon gehört, dass sich Banden zu organisierten Diebstählen zusammentun“, sagt er.

Geringfügiger Anstieg der Fälle

Es habe zwar einen geringfügigen Anstieg der aktuellen Diebstahlfälle gegeben – unter anderem der Vorfall Ende November. „Das ist aber ein Anstieg auf niedrigem Niveau und muss erst einmal nichts heißen“, so Wortmann. Eher sei das Gegenteil der Fall: Die Anzahl an Taschendiebstählen sei in den Jahren von 2015 bis 2020 stark gesunken.

Waren es 2015 noch 163 im Zeitraum von Januar bis Oktober, sind es im Jahr 2019 schon nur noch 48 und für das laufende Jahr 59.

In jedem Fall, so Wortmann, ist das oberste Gebot: Aufmerksam bleiben. „Das beste, das man tun kann, wenn wieder Taschendiebe unterwegs sind, ist Prävention.“ Dazu gibt die Polizei regelmäßig Hinweise heraus und ist normalerweise jährlich auf dem Weihnachtsmarkt anwesend, um Bürger für das Thema zu sensibilisieren.

Dieses Jahr fällt diese Aktion weg, aber die Tipps sind dieselben:

  • Tragen Sie Ihre Wertgegenstände wenn möglich immer eng am Körper.
  • Verschließen Sie Ihre Jacken-, Hand- und Einkaufstaschen.
  • Legen Sie Ihre Tasche mit Wertgegenständen nicht im Einkaufswagen ab.
  • Bleiben Sie wachsam, wenn Sie um Hilfe gebeten werden – das ist eine beliebte Masche der Diebe und dient der Ablenkung.
  • Vorsicht ist auch an Geldautomaten geboten – decken Sie immer das Tastenfeld bei der PIN-Eingabe ab und achten Sie auf Ihre Umgebung.
  • Verständigen Sie die Polizei, wenn Sie auf verdächtige Personen aufmerksam werden.
Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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