Das ehemalige Schlachthof-Gelände an der Borker Straße stünde für den Bau eines Zustellzentrums zur Verfügung. © Foto Goldstein
Alter Schlachthof

Post-Zustellzentrum: Geheimnistuerei um neuen Standort in Lünen

Die Post sucht weiter nach einem Platz in Lünen für ihr neues Zustellzentrum. Ist das Gelände des alten Schlachthofs weiterhin im Rennen?

Um den Fakt, dass die Post in Lünen ein Platzproblem hat, macht das Unternehmen kein großes Geheimnis. „Das alte Zustellzentrum platz aus allen Nähten“, erzählt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Region Dortmund/östliches Ruhrgebiet bei der Post.

Darüberhinaus gibt es auch weitere bauliche Hindernisse mit dem alten Gebäude an der Kurt-Schumacher-Straße. Für einen flotten Betriebsablauf sei etwa die Aufteilung auf mehrere unterschiedliche Etagen im jetzigen Zustellzentrum eher „suboptimal“, so Ernzer. Fest steht, dass sich die Post deshalb dringend nach einem Standort für ein neues Zustellzentrum umschaut.

Post hüllt sich in Schweigen

Allein bei der Frage, wo genau in Lünen neu gebaut werden soll, hält sich die Post bedeckt. Zwar war bereits im Februar die Rede davon, dass das Gelände des ehemaligen Schlachthofs an der Borker Straße in der engeren Ziehung war, doch sowohl Inhaber Heinrich Milk als auch Rainer Ernzer hüllen sich, was nähere Planungen angeht, in Schweigen.

Im Gespräch mit der Redaktion verneint Ernzer zwar nicht, dass weiter über eine Bebauung des ehemaligen Schlachthof-Geländes verhandelt wird, auf der anderen Seite schließt er auch nicht die Möglichkeit eines anderen Standortes aus.

Auf die Frage, ob man auch anderweitig Gespräche führt, reagiert Ernzer ausweichend: „Von Seiten der Post wollen wir uns zu laufenden Gesprächen nicht äußern, das würde nur unnötigen Tumult bei den Anwohnern auslösen.“

Wo und wann ein neues Zustellzentrum in Lünen entsteht, bleibt wohl erst einmal geheim. „Wir äußern uns erst, wenn die Tinte auf dem Vertrag trocken ist“, so Ernzer.

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Volontär
Geboren in Dorsten, nach kurzem studienbedingten Besuch im Rheinland jetzt wieder in der Region. Hat Literatur- und Theaterwissenschaften studiert, findet aber, dass sich die wirklich interessanten Geschichten auf der Straße und nicht zwischen zwei Buchdeckeln finden lassen.
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Kevin Kallenbach

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