Profilschule in Brambauer hilft Kängurus in Australien - mit Handarbeit

Profilschule

Was kann man tun, wenn man helfen möchte, aber die Hilfe tausende von Kilometern weit entfernt benötigt wird? Die Profilschule hat im konkreten Fall eine Lösung gefunden.

Brambauer

02.02.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Profilschule in Brambauer hilft Kängurus in Australien - mit Handarbeit

Ein ganzer Tisch voller Beutel: Sie werden nach Australien verschickt, und sollen helfen, die verletzten Tiere zu retten. © Profilschule

Schon seit Oktober 2019 wüten die Buschbrände in Australien, in denen laut WWF (World Wide Fund For Nature) bereits mehr als 1,25 Milliarden Tiere getötet wurden. Wildhüter und Tierschützer vor Ort retten und versorgen seitdem unzählige Koalas und Kängurus mit unterschiedlichsten Verbrennungen in Auffangstationen und Tierkliniken.

An der Profilschule in Brambauer haben sich Lehrer und Schüler Gedanken darüber gemacht, wie sie helfen können, auch wenn die Hilfe tausende Kilometer entfernt gebraucht wird. Auch uns lässt diese Situation nicht kalt, wenn wir mit den Schülern und Schülerinnen über die Feuer und deren Auswirkungen sprechen“, sagt Erdkundelehrer Martin Pawlik, „und so haben wir gemeinsam überlegt, wie wir hier vor Ort, knapp 15.000 km entfernt, helfen können.“ Pawlik rief kurzerhand das Projekt „Kängurubeutel“ ins Leben. Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 7-10 und der Stufe 5 nähten daraufhin unter Anleitung von Heike Sdorra, die sehr stolz auf ihre Schüler ist, im Textilunterricht 700 wärmende Beutel für die verletzten Tiere. Durch finanzielle Unterstützung von Zahnärztin Dr. Ines Kaiser konnte das Projekt sofort realisiert werden: Die Beutel können bereits in einigen Tagen verschickt werden. „Es ist ein gutes Gefühl nicht nur tatenlos zusehen zu müssen“, so Martin Pawlik.

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