Die Promillefahrt auf dem E-Scooter hatte vor Gericht ein Nachspiel. © Goldstein (A)
Amtsgericht

Promillefahrt mit E-Scooter „City-Blitz“: Lüner (63) in Erklärungsnot

Mit knapp zwei Promille im Blut fuhr ein Lüner (63) E-Scooter. Eine schlechte Idee: Er hatte einen Unfall und machte sich der Trunkenheitsfahrt schuldig. Vor Gericht kam er in Erklärungsnöte.

Seit Mitte der 70er-Jahre beschäftigt ein 63-jähriger Mann aus Lünen die Justiz. Mehrfach saß er im Gefängnis. Und dennoch stellte er sein Glück am Mittag des 26. Juni 2020 erneut auf die Probe. Nach einem sehr tiefen Blick ins Glas schwang er sich auf seinen E-Scooter mit dem klangvollen Markennamen „City-Blitz“ und fuhr los.

Seinem Zustand war es offenbar geschuldet, dass er auf der Rosenstraße gegen einen Zaun bretterte und damit Zeugen auf sich aufmerksam machte. Ein Test brachte ans Licht, dass der Mann noch knappe zwei Stunden später 1,86 Promille hatte.

Angeklagter in Erklärungsnot

„Ich bin schuldig der Sache“, bekannte er nun in seiner Verhandlung vor dem Amtsgericht. Warum er an dem Tag schon so früh so viel Weinbrand gehabt habe, könne er gar nicht sagen. Und die Fahrt begründete er lediglich damit, dass er schlecht laufen könne. Aber es sei ihm bewusst, dass das Ganze strafbar sei. „Was soll ich sagen? Ich kann mich nur entschuldigen.“

Der Vorfall kam ihn teuer zu stehen: 300 Euro Geldstrafe und sechs Monate Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis.

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