Prozess: Lüner griff Nebenbuhler mit Messer an

Versuchter Totschlag

Es müssen dramatische Szenen gewesen sein. Im März ist ein Lüner mit einem Messer auf seinen Nebenbuhler losgegangen - vor den Augen seines kleinen Sohnes. Nach der Tat war er mit dem Kind geflüchtet, konnte später festgenommen werden. Jetzt steht der 32-Jährige wegen versuchten Totschlags vor Gericht.

Dortmund/Lünen

11.09.2015, 11:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess: Lüner griff Nebenbuhler mit Messer an

Im März hatte ein Mann in Lünen den neuen Lebenspartner seiner Frau verletzt. Er wurde später in der Wilhelm-Meier-Straße festgenommen.

Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag. Im Prozess sagte der Lüner am Freitag: "Ich habe diese Frau über alles geliebt." Er habe trotz der Trennung immer an eine Versöhnung geglaubt. "Ich war wutgeladen", so der Angeklagte.

Fakt ist allerdings: Nur rund zehn Tage vor der Bluttat war dem Angeklagten gerichtlich verboten worden, sich seiner Ehefrau zu nähern. Es soll zu Drohungen und gewaltsamen Übergriffen gekommen sein.

Tür eingetreten und mit Messer angegriffen

Der Angeklagte war am Morgen des 12. März vor der Wohnung seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau aufgetaucht. "Ich wollte wissen, ob da ein anderer Mann in der Wohnung ist", sagte der 32-Jährige vor dem Dortmunder Schwurgericht.

Als er durch das Badezimmerfenster tatsächlich die Silhouette eines Mannes sah, gab es kein Halten mehr. Der Angeklagte klingelte so lange Sturm, bis ein Nachbar die Haustür öffnete, dann trat er die Wohnungstür ein und stürzte sich auf seinen Nebenbuhler, der gerade aus der Dusche kam.

Der 32-Jährige stach mit einem Messer zu, schrie dabei: "Ich bringe dich um!". Glück für das Opfer: Schon beim ersten Stich brach im Gerangel die Klinge ab. Dadurch war es nur zu einer kleinen Stichverletzung gekommen.

Nach der Tat war der Mann mit dem gemeinsamen dreijährigen Sohn geflohen. Auch weil er am Telefon damit drohte, das Kind und sich selbst umbringen zu wollen, hatte die Polizei damals eine intensive Fahndung eingeleitet. Später hatte der damals 31-Jährige sich widerstandslos festnehmen lassen. Das Kind hatte er zwischenzeitlich bei Bekannten abgegeben. 

 

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