Putzmunter im Schockraum - Kinder lernen Klinik kennen

Kindergarten Steinstraße

LÜNEN Von innen kennen Defne (5) und Ayschena (5) das Krankenhaus noch nicht. Bilal (5) schon. Er war hier, als sein kleiner Bruder geboren wurde. Gestern kamen die Vorschulkinder des Städtischen Kindergartens Steinstraße zu einer ganz besonderen Visite ins Klinikum St.-Marien-Hospital: Sie schauten hinter die Kulissen der Weiße-Kittel-Welt.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 20.10.2009, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er macht das so gut, dass sich die Kleinen im Schockraum putzmunter fühlen und sogar freiwillig OP-Mützen aufsetzen lassen. Beim Mundschutz allerdings reagieren sie schon verhaltener. Richter erklärt den kleinen Piks vor der Narkose, zeigt das Blutdruckmessgerät und den Tropf. Weiter geht´s in den Gipsraum. Hier landen Patienten mit gebrochenen Armen oder Beinen. Bei Schwester Eva-Maria dürfen die Kinder die Filzunterlage anfassen, die unter den harten Verband kommt. „Ist die aber weich“, staunen sie. Bilal ist mutig. Er lässt sich von den geschickten Händen der Schwester mal eben einen Gips anlegen.

Im oberen Stock schauen die kleinen Besucher auf der Neugeborenen-Station vorbei und besichtigen auch den Hubschrauberlandeplatz. Für den Kindergarten gehören Besuche im Krankenhaus, bei Polizei und Feuerwehr zum Vorschulprogramm, „damit die Kinder mal einen Eindruck bekommen“, so die Erzieherinnen Manuela Anft und Nicole Bulla. Das Klinikum wiederum will mit kindgerechten Führungen den kleinen Patienten die Angst nehmen. Auch wenn es hier keine Kinderstation gibt, landen sie häufig als Notfall in der Zentralen Aufnahme, weiß Dorothe Deppe vom Qualitätsmanagement. Dann ist es gut, wenn man schon ein wenig Bescheid weiß.

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