Quelle-Aus schockiert Shop-Inhaberin

Insolvenzverfahren

LÜNEN Quelle steht vor dem Aus und Gabriele Stühn vor einer bangen Zukunft. Die 52-Jährige ist selbstständig mit zwei Quelle-Shops an der Münsterstraße und der Königsheide.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 20.10.2009, 17:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gabriele Stühn, Inhaberin zweier Quelle-Shops, wartet auf verlässliche Nachrichten.

Gabriele Stühn, Inhaberin zweier Quelle-Shops, wartet auf verlässliche Nachrichten.

An den beiden Geschäften hängt ihre Existenz. Die hat sie sich nach 34 Jahren als Angestellte in der Versicherungsbranche aufgebaut. „Quelle vertraust du dich an“, hatte sie damals gedacht und „Quelle ist so eine Marke, die stirbt nicht“. Inzwischen sieht alles anders aus. Seit drei Jahren führt sie den Shop an der Münsterstraße, im Juli nahm sie den an der Königsheide dazu. Noch im September erhielt Gabriele Stühn von Quelle die Mitteilung, man wolle mit ihr für die weitere Zukunft planen. Durch die Beantragung des Insolvenzverfahren seien schon sämtliche Verträge aufgehoben worden. „Wir arbeiten in einem Schwebezustand“, sagt sie. Neue Verträge habe man immer weiter hinausgezögert.

Jetzt wartet Gabriele Stühn auf verlässliche Nachrichten. Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür. Viele Kunden, die in der Innenstadt kein ausreichendes Sortiment mehr vorfinden oder Ältere, die den bequemen Weg der Bestellung nutzen, seien auch darauf angewiesen. Am Dienstag jedenfalls kamen viele ins Geschäft. Sie halten ihr die Treue. Dass Quelle zahlungsunfähig ist, kann Gabriele Stühn nicht verstehen. Günstiger als mit Shops, in denen die Selbstständigen die Miete bezahlen und auf Provisionsbasis arbeiten, könne man doch gar nicht verkaufen.

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