Radfahrer geriet in Polizeikontrolle und später wegen Drogen in Erklärungsnot

Amtsgericht

So hatte sich ein 28-Jähriger aus Castrop-Rauxel das Ende einer Radtour wohl nicht vorgestellt. Bei einer Polizeikontrolle in Lünen wurde der junge Mann mit Drogen erwischt.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 30.11.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Radfahrer geriet in Polizeikontrolle und später wegen Drogen in Erklärungsnot

Mit Haschisch (hier Cannabisblüten) und Heroin wurde ein 28-Jähriger von der Polizei erwischt. © dpa

Bei einer Fahrrad-Tour durch Lünen geriet ein 28-Jähriger aus Castrop-Rauxel in eine Polizeikontrolle. Dabei kam heraus, dass er Drogen im Gepäck hatte. Nun geriet er vor dem Amtsgericht in Erklärungsnot.

Der Anblick der Beamten, die ihn am frühen Abend des 5. September auf der Zwolle-Allee stoppten, schockierte den jungen Mann offenbar derart, dass er seine Vorräte sofort freiwillig präsentierte: 0,22 Gramm Heroin und 3.09 Gramm Haschisch.

„Es war für meinen eigenen Konsum“

Unerlaubter Drogenbesitz wurde dem 28-Jährigen jetzt vorgeworfen und er beeilte sich, das Ganze zuzugeben. „Ja, das stimmt. Das tut mir auch leid. Das war für meinen eigenen Konsum“, erklärte er und versicherte direkt im Anschluss: „Das kommt auch nicht mehr vor.“ Er begehe künftig keine Straftaten mehr.

Angesichts seiner offensichtlichen Suchtproblematik, etlicher Vorbelastungen, bereits gemachter Hafterfahrung und laufender Bewährung zur Tatzeit meldeten Anklage und Gericht Zweifel an. Er beteuerte jedoch postwendend: „Ich kriege das in den Griff.“ Nun wolle er auch wieder Kontakt zur Drogenberatung aufnehmen.

Sein Geständnis, die freiwillige Herausgabe der Drogen und die relativ geringen Mengen sorgten am Ende dafür, dass er die vielleicht allerletzte Chance erhielt. Die Richterin beließ es diesmal noch bei 900 Euro Geldstrafe.

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