Ratten am Tobiaspark in Lünen lassen sich Giftköder schmecken - ist das Problem gelöst?

mlzRatten in Lünen

Zumindest bis Ende Oktober tummelten sich zahlreiche Ratten rund um den Tobiaspark in Lünen - zum Ärger zahlreicher Anwohner und Passanten. Schädlingsbekämpfer nahmen sich der Sache an.

Lünen

, 15.11.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Rattenproblem am Tobiaspark, direkt neben der Baustelle an der Münsterstraße nahe der Lippe, scheint so gut wie gelöst. Davon geht zumindest die Lüner Verwaltung und die von ihr beauftragte Kempener SPS Schädlingsbekämpfung P. Schürmann GmbH aus.

„Die Maßnahmen zeigen offenbar Wirkung, hat uns die Schädlingsbekämpfungsfirma mitgeteilt. Die Ratten nehmen die Köder an.“ Das sagte am Freitag (15.) Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage unserer Redaktion.

Montag wird wieder kontrolliert

Die beauftragte Firma sei am vergangenen Montag (11.) zur Kontrolle in Lünen am Tobiaspark gewesen, nächsten Montag (18.) werde es voraussichtlich einen erneuten Termin geben. Spangardt weiter: „Eventuell können die Maßnahmen dann schon beendet werden. Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern gab es bei der Stadt zuletzt keine mehr.“

SPS-Geschäftsführer Andreas Meurers bestätigte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass „wir uns am kommenden Montag erneut ein Bild von der Stiuation vor Ort machen werden“. Dann werde über das weitere Vorgehen entschieden. Es sei gut möglich, sagte Meurers weiter, dass die Aktion dann beendet werde.

Wie von unserer Redaktion Ende Oktober berichtet, hatten Anwohner über einen längeren Zeitraum rund um den Tobiaspark, den Spielplatz und die angrenzende Baustelle Ratten beobachtet. Die Stadt hatte daraufhin die Kempener SPS beauftragt, die unweit des sensiblen Bereichs, in dem auch Kinder spielen, abschließbare Köderstationen aufgebaut hat - sieben an der Zahl.

Rattenköder sind befestigt

Regelmäßige Kontrollen, der nicht nur für Kinder, sondern auch für Vögel, Igel oder Eichhörnchen ungefährlichen Stationen hätten gezeigt, dass die Ratten sich an den befestigten, nicht verschleppbaren Ködern ausgiebig bedient hätten, sagte Schädlingsbekämpfer Meurers.

Sollten die noch ausliegenden Köder Montag (nahezu) unversehrt sein, dann könne man davon ausgehen, dass die Aktion Früchte getragen habe, das Rattenproblem an der Stelle gelöst sei.

Tipps gegen Rattenbefall

Ungeachtet dessen erklärte der Experte:

Um den Ratten nachhaltig das Handwerk zu legen, müssen wir alle Hand in Hand zusammenarbeiten und auf Sauberkeit achten: Ratten sind Kulturfolger, im Wald werden sie keine Ratten finden.

Deshalb sollten nach Angaben Meurers unter anderem folgenden Hinweise beachtet werden:

  • Essensreste nicht in die Landschaft werfen,
  • Essensreste nicht auf den Kompost werfen,
  • Essensreste nicht in die Toilette werfen.

Für die Verwaltung erklärte Stadtsprecher Benedikt Spangardt indes:

„Wer Ratten in Lünen bemerkt, sollte sich bei uns über das Bürgertelefon 104-2020 oder per E-Mail (buergertelefon@luenen.de) melden.“

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