Rauchmelder-Trick: Kein Fall der Polizei bekannt

Facebook-Warnungen

In Niedersachsen hat es mehrere Fälle gegeben, in denen Trickbetrüger sich als Rauchmelder-Kontrolleure vorstellten, um Wohnungen nach Diebesgut auszuspähen. Über Facebook warnen nun Nutzer vor dieser Masche auch in NRW. Bislang sind der Polizei jedoch keine Fälle bekannt.

LÜNEN

, 19.01.2016, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rauchmelder-Trick: Kein Fall der Polizei bekannt

Die Polizei hat in mehreren Bundesländern vor einer Masche gewarnt, mit der sich als Rauchmelder-Kontrolleure getarnte Trickbetrüger in fremde Wohnungen einschleichen wollen. Die Betrüger, die sich auch als Feuerwehrleute ausgeben, verschaffen sich unter dem Vorwand, Rauchmelder zur Sicherheit der Hausbewohner kontrollieren zu wollen, Eintritt in Wohnungen. In Wirklichkeit spähen sie die Wohnungen jedoch nach Diebesgut aus, um später in sie einzubrechen.

Wohl Fälle in Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein

So verschafften sich am 11. Januar drei Männer Zutritt zu zwei Wohnungen in Hannover und im benachbarten Laatzen, wie es in einer Polizei-Mitteilung vom Dienstag vergangener Woche heißt. In weiteren Städten in Niedersachsen sowie in Bremen und Schleswig-Holstein wurden seither ähnliche Versuche gemeldet.

Auch Polizeidirektionen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg griffen das Thema auf - meist allerdings mit dem Hinweis, dass es in ihrer Region noch keine entsprechenden Fälle gegeben habe. Im Internet hatten viele Nutzer vor der Masche gewarnt - oft aber ohne Quelle und ohne Hinweis darauf, ob die jeweilige Region tatsächlich betroffen ist. Die Polizei in Aalen sprach sogar von einer „astreinen Falschmeldung“.

Hoax: Wie aus Gerüchten Fakten werden

Nachrichten, die von vielen für wahr gehalten und deshalb an Freunde weitergeleitet werden, werden in Internet-Kreisen "Hoax" (engl. Jux, Scherz, aber auch Schwindel) genannt. Besonders über die modernen Kommunikationswege (Facebook, WhatsApp) können sie sich schnell verbreiten.

Der Wahrheitsgehalt solcher Nachrichten lässt sich dann nur noch schwer überprüfen. Teilweise können solche Nachrichten sogar manipulativ eingesetzt werden - zum Beispiel um Ängste vor bestimmten Gruppen etc. zu schüren. Weitere Infos finden Sie bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Die TU Berlin listet solche Phänomene auf dieser Seite auf.

Für unsere Region kann bislang Entwarnung gegeben werden: Der Polizei Dortmund, die auch für Lünen zuständig ist, liegt jedenfalls keine Anzeige dieser Art vor. Gleiches gilt für den Kreis Coesfeld. Auch die Feuerwehr Recklinghausen unterstreicht in einer Facebook-Nachricht: "Solche Fälle sind aktuell weder der Feuerwehr noch der Polizei in Recklinghausen bekannt!" 

 

 

+++TEILEN ERWÜNSCHT+++Aus aktuellem Anlass informieren wir Sie:Laut einigen Meldungen in den sozialen Netzwerken...

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Dennoch kursieren die entsprechenden Warnungen bei Facebook, die auch unserer Redaktion bekannt sind. Manchmal sind sie unbegründet - wie in einem Fall, als echte Feuerwehrleute einen umgefallenen Baum abtransportierten. Teilweise könnte der Verdacht jedoch auch begründet sein - dies wurde aber nicht der Polizei mitgeteilt, sondern eben nur über die sozialen Netzwerke verbreitet.

Fakt: Feuerwehr macht keine Kontrollen

Die Pressestelle der Polizei Dortmund rät, auch im Verdachtsfall die Polizei zu alarmieren. Generell gilt: Die Feuerwehr habe keinen Auftrag, die Einhaltung der Rauchmelderpflicht zu kontrollieren. „Die Feuerwehr macht keine Hausbesuche, es sei denn, es brennt“, erklärt beispielsweise die Sprecherin der Stadt Lünen, Simone Kötter. Für die Kontrolle der Rauchmelder seien die Vermieter oder die Bewohner zuständig. 

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