Reptilien zum Anfassen im Hansesaal

Exotische Ausstellung

Züngelnd streift eine fast zwei Meter große Boa Constrictor über den Arm der kleinen Josefine. Doch das Mädchen hat keine Angst. Dier Reptilien-Ausstellung im Hansesaal lockte besonders Familien an.

LÜNEN

von Von Volker Beuckelmann

, 06.10.2013, 19:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ton in Ton mit dem Chamäleon: Ben (8) war nicht nur fasziniert von dem Panther-Chamäleon auf seinem Pullover, sondern auch von den anderen Tieren der Reptilien-Schau im Hansesaal.

Ton in Ton mit dem Chamäleon: Ben (8) war nicht nur fasziniert von dem Panther-Chamäleon auf seinem Pullover, sondern auch von den anderen Tieren der Reptilien-Schau im Hansesaal.

"Es war ein gutes Gefühl", sage das Mädchen und ist sichtlich stolz über ihr erstes Aufeinandertreffen mit der Schlange. Über 100 Reptilien, Amphibien und Insekten konnten die Besucher am Wochenende im Hansesaal bei der Reptilienausstellung "Planet Tropica" nicht nur aus der Nähe besichtigen, sondern zum Teil auch anfassen. Ob der knapp einjährige Zwergwaran "Spike", der ausgewachsen bis zu 60 Zentimeter groß werden kann, ein Brillenkaiman, Maurische Landschildkröten oder die Madagaskar Fauchschabe - es gab viel zu entdecken. Besonders Familien zeigten großes Interesse an der Reptilienschau.

Mogli", eine sechsjährige, vier Meter große und etwa 50 Kilogramm schwere Tigerpython, wirkte verschlafen und durfte nicht aus ihrer temperierten und befeuchteten Behausung genommen werden. "Ein Mal im Monat bekommt sie ein tiefgekühltes aufgewärmtes Kaninchen", erklärte der Tierpfleger Timo Bergmann, der in Oberhausen in einem Reptilienfachgeschäft arbeitet und den Besuchern mit seinem Kollegen Mohamed Hallal Fragen beantwortete. Alle Tiere seien deutsche Nachzuchten, versicherten die Aussteller und betonten, dass die Tiere artgerecht gehalten und von Veterinärämtern kontrolliert würden. "Wir hatten auch schon einmal Besucher, die Angst vor Schlangen und Spinnen hatten. In unserer Ausstellung haben sie die Tiere auf die Hand genommen und ihre Angst überwunden", berichtete Hallal. Ben (8) nahm ein Panther-Chamäleon und den Zwergwaran Spike auf seinen Arm. "Super", sagte Ben und schaute sich mit seiner Großmutter jedes Tier ganz genau an.

Heinz Hegener kam mit seinem Sohn Marco in die Reptilienausstellung. "Ich finde diese Veranstaltung sehr interessant, weil man Schlangen oder Chamäleons auch anfassen kann. Mein Sohn möchte gerne ein Tier haben, weiß aber noch nicht genau, welches", sagte Hegener, ehe er sich mit seinem Sohn auf die Suche machte.

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