Rettungshubschrauber Christoph 8 flog 1300 Einsätze

Lüner Luftrettung

Jeder Einsatz ist eine neue Herausforderung für das Team des Rettungshubschraubers Christoph 8. 1300 Mal war die Schraube 2016 in lebensrettender Mission unterwegs. Diese zwei Einsätze blieben der Crew dabei besonders in Erinnerung.

LÜNEN

, 21.12.2016, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zum Dank überreichte Landrat Michael Makiolla (l.) dem Team von Christoph 8 einen Präsentkorb: Pilot Holger Hoven (v.l.), Leitender Notfallsanitäter Thomas Kade, Leitender Hubschrauber-Arzt Stefan Unterbusch, stellvertretende Leitende Hubschrauber-Ärztin Stefanie Werner und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Wolfram Wilhelm.

Zum Dank überreichte Landrat Michael Makiolla (l.) dem Team von Christoph 8 einen Präsentkorb: Pilot Holger Hoven (v.l.), Leitender Notfallsanitäter Thomas Kade, Leitender Hubschrauber-Arzt Stefan Unterbusch, stellvertretende Leitende Hubschrauber-Ärztin Stefanie Werner und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Wolfram Wilhelm.

Landrat Michael Makiolla besuchte die Lüner Luftrettung am Mittwoch, 21. Dezember, um der gesamten Crew zu danken. Ihm berichteten die Helfer von zwei Einsätzen sind den Helfern, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Waldstück bei Marl brauchte Christoph 8 Verstärkung eines weiteren Hubschraubers von der Polizei. Denn die beiden Verletzten mussten aus dem Waldstück mit einer Winde geborgen werden. Einer von ihnen wurde später im Klinikum Lünen behandelt.

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Kleinflugzeug bei Recklinghausen abgestürzt

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges in Recklinghausen sind am Mittwoch zwei Menschen schwer verletzt worden. Die Maschine war in ein Waldstück neben der Autobahn 43 (Wuppertal-Münster) gestürzt.
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Explosion im Labor: Christoph fast in Quarantäne

Als Christoph 8 zu einer Explosion in einem Labor in Recklinghausen gerufen wurde, war die Lage völlig unklar. Von Quecksilber und Schwefelsäure war die Rede. Fast hätte der Hubschrauber anschließend sogar in Quarantäne gemusst. Das blieb ihm dann aber doch erspart.

Am Mittwoch besuchte Landrat Michael Makiolla das Luftrettungszentrum Lünen hinter dem St.-Marien-Hospital, um der gesamten Crew Danke zu sagen. Wie immer in der Vorweihnachtszeit, hatte er einen Präsentkorb dabei. Ihn begleiteten Fachbereichsleiter Ferdinand Adam und Dirk Wigant, zuständiger Ordnungsdezernent des Kreises Unna.

„Als Träger der Luftrettung möchte ich mich bei der Besatzung für ihr Engagement bedanken“, so Makiolla. Gleichzeitig betonte er, der Standort des Hubschraubers wirke sich auch positiv auf das Krankenhaus aus. „Das Know how der Notfallversorgung, das hier vorhanden ist, strahlt weit über Lünen in die die Region hinaus.“

Zuständig für 13 Kreise

Seinen Dank richtete Makiolla auch an die Lüner Bevölkerung, die den Lärm des Rettungshubschraubers klaglos hinnähme. „Es gibt eine hohe Akzeptanz für Christoph 8 in Lünen“, weiß Makiolla.

In einem Radius von 50 Kilometern ist der Retter aus der Luft für 13 Kreise und kreisfreie Städte zuständig. 35 Prozent der Einsätze sind Verkehrs- oder Arbeitsunfälle, 35 Prozent internistische und 15 Prozent neurologische Notfälle. Bei sechs Prozent der Hilfeleistungen handelt es sich um Unfälle in der Freizeit.

Neuer Bedarfsplan: Zusätzlicher Notarzt

Zunehmend bringt Christoph 8 einen Notarzt zur Einsatzstelle, wenn die Notärzte des Rettungsdienstes bereits anderweitig gefordert sind. Im Kreistag des Kreises Unna steht im Frühjahr ein neuer Rettungsbedarfsplan zur Diskussion. Danach ist ein zusätzlicher Notarzt für den Kreis Unna vorgesehen. Die Entscheidung trifft die Politik.

Beim Weihnachtsbesuch des Landrats stand übrigens ein Ersatzhubschrauber an der Lüner Basisstation. Der eigentliche Christoph 8 musste nach 1000 Flugstunden zur großen Inspektion. „Wellness“ nannte Thomas Kade, Leitender Notfallsanitäter, die Hubschrauber-Behandlung in der Werkstatt.

Seit 1974 im Einsatz

Träger der Luftrettungsstation in Lünen ist der Kreis Unna. Über die Rettungsleitstelle werden die Einsätze von Christoph 8 koordiniert.
1974 wurde der Rettungshubschrauber stationiert und 2005 vom ADAC übernommen, der Piloten und Notfallsanitäter stellt.
Die Notärzte von Christoph 8 sind in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Klinikums Lünen tätig.

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