Roter Teppich: Lindenberg feierte mit Double Tommy aus Brambauer seine Filmpremiere

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Roter Teppich, Blitzlichtgewitter und After-Show-Party: Udo-Double Thomas Richter erlebte die Premiere des Films „Lindenberg! Mach dein Ding“ in Hamburg. Es war eine „Riesenaktion“.

Brambauer

, 09.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Einladung kam vom Panikrocker persönlich. Er wollte sein offizielles Double Thomas Richter aus Lünen-Brambauer bei der Premiere seiner Filmbiografie über den Weg zum Erfolg in Hamburg dabeihaben. Wenig später auch zur NRW-Premiere in die Essener Lichtburg.

Seit Mitte Januar läuft „Lindenberg! Mach Dein Ding“ in den Kinos. Schauspieler Jan Bülow spielt den jungen Udo. Es geht um Kindheit, seine ersten Schlagzeugversuche bis zum ersten großen Auftritt auf dem Weg seiner Karriere. „Ein aufgedrehter Vogel“, sagt Double Tommy (51) über Bülow. Der Film sei „gut gemacht und richtig klasse gespielt“.

Udo-Double Tommy bei der Filmpremiere mit Schauspieler Jan Bülow. Er spielt in dem Streifen "Lindenberg! Mach dein Ding" den jungen Udo.

Udo-Double Tommy bei der Filmpremiere mit Schauspieler Jan Bülow. Er spielt in dem Streifen "Lindenberg! Mach dein Ding" den jungen Udo. © Richter

Tommy wusste schon alles aus dem Film

Neues war für den falschen Udo, der dem echten zum Verwechseln ähnlich sieht, nicht dabei. „Durch die Unterhaltung mit Udo kannte ich alles schon“, sagt er. Aber das mal im Film zu sehen, sei schon spannend gewesen.

Lindenberg (73) selbst sei begeistert gewesen von dem Streifen. Er habe das Drehbuch vorher gelesen. Sein Vater wollte, dass er Klempner wird. Doch Udo habe das Unmögliche versuchen wollen, „um das Mögliche zu erreichen“, beschreibt Tommy.

Die Premiere jedenfalls sei eine „Riesenaktion“ gewesen. Der falsche Udo, der mindestens genauso „Hallöchen“ und „keine Panik“ nuscheln kann wie sein Idol, war auch auf dem roten Teppich. Dass die beiden verwechselt werden, passiere immer wieder. „Das ist ganz normal. Udo findet das witzig.“

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In Hamburg ging es anschließend für geladene Gäste mit Bussen zur Reeperbahn. Da wurde ausgiebig gefeiert.

Schon als Jugendlicher Udo-Fan

25 Jahre kennen sich der falsche und der echte Udo nun schon. Ein Fan war Tommy schon als Jugendlicher. Er kennt jeden Song und machte auf Partys schon mal den Panikrocker. Als er bei einem Konzert in Recklinghausen in der ersten Reihe stand, holte ihn Lindenberg auf die Bühne.

Seitdem ist aus ersten Kontakten eine Vertrautheit geworden, die Thomas Richter den Weg ins Rampenlicht öffnete. „Was er mir erzählt, das tratsche ich nicht weiter.“ Er lässt sich für Udo fotografieren und gibt auch schon mal Interviews.

Bei einem Konzert im vergangenen Jahr in der Westfalenhalle stand er mit auf der Bühne. Beide haben gemeinsam „Candy Jane“ gesungen. „Eine klasse Sache. Alles ist Spaß“, sagt Tommy.

Für seine Auftritte mit und ohne Udo, für die Tourneebesuche und Termine muss sich der Schlosser aus Brambauer Urlaub nehmen. „Das ist schon eine Lebenseinstellung. Das geht auch ins Private.“

Nur ein offizielles Double: Das ist Tommy

Lindenberg-Doubles gibt es viele. Doch nur ein offizielles. Das ist Tommy. Sie stehen immer in Kontakt. Zum Geburtstag wird telefoniert oder eine SMS verschickt. Gefreut habe sich Tommy über Udos Widmung in das Buch zu seiner Platte „Stark wie zwei“: „Der zweitbeste Udo, den es je gab. Dein Freund Udo“, hat er hineingeschrieben.

Als Tommy 50 wurde, schickte ihm der Panikrocker ein selbst gemaltes Bild und schrieb dazu „Komplizen forever“. Manchmal kann Tommy gar nicht glauben, was er an Udos Seite alles erlebt. Er hat die gleiche Kleidergröße, beide haben eine gemeinsame Garderobe: Hut, Sonnenbrille und neongrüne Socken gehören ebenso dazu wie Lederjacke und Sakko.

„Wir sprechen uns vorher ab“, sagt der „zweitbeste Udo“. Es kann auch mal passieren, dass sie ihre Klamotten vertauscht werden. „Da fasse ich in die Jackentasche und finde Zigarrenstummel“, lacht Tommy.

Ab April geht es für Lindenberg wieder auf Tour quer durch Deutschland. Keine Frage, dass Tommy so oft wie möglich an seiner Seite ist. „Es ist ein Hobby, aber ein besonderes“, erklärt Thomas Richter.

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