„Tag der offenen Gartenpforte“

Rundtour zu allen sieben Lüner Gärten begeistert Radler trotz Regens

Das Wetter spielte leider nicht mit beim zweiten „Tag der offenen Gartenpforte“ in Lünen am Sonntag (29.8.). Trotzdem machten Gastgeber und Besucher das beste aus dem Tag.
Im Garten der Familie Aßhoff drehte sich alles um Gemüsepflanzen. Die Teilnehmer der Radtour erfuhren viel über Tomate, Chili und Paprika. © Hannah Wolf

Petrus meinte es am Sonntag (29.8.) nicht gut mit den Gastgebern und Besuchern des zweiten Tags der offenen Gartenpforte in Lünen. Aber dennoch nutzten viele Interessenten die Gelegenheit, sieben unterschiedliche Gärten zu besuchen.

Die Radgruppe mit Astrid Althoff hatte sich mit 15 Teilnehmern (zehn, die sich angemeldet hatten, kamen witterungsbedingt nicht mit) zum Start bei Familie Feierabend in Lanstrop direkt an der Stadtgrenze eingefunden. In wasserfestes Nylon gekleidet, die Maske im Gesicht, den Helm auf den Kopf, wurde die Gruppe mit heißem Kaffee von der Familie begrüßt. Die Gastgeber waren am Abend zuvor erst aus England zurückgekehrt, wo die Besichtigung von u.a. Sissinghurst Castle (Grafschaft Kent) auf dem Programm gestanden hatte.

Das kleinste Beet ist eine Fuge

Die Gastgeberin hatte vor der Abreise alles vorbereitet und dekoriert, ihr Mann erzählte sehr anschaulich von den Schwierigkeiten, den großen Teich damals mit Baggern auszuheben und ihn mit 450 Kilo Folienmaterial auszukleiden. Die Gastgeberin bekennt sich zur Natur: das kleinste Beet ist eine Fuge! Der Garten ist naturnah mit eigener Hand gestaltet und ausgestattet worden.

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Fotostrecke Tag der offenen Gartenpforte

Nach dem Durchfahren des Landesgartenschau-Geländes von 1996 wurde die Radgruppe bei Familie Budde in der Derfflinger Straße begrüßt. Eine Freundin der Familie hatte die Gitarre dabei, für den Nachmittag war ein Trommel-Workshop vorgesehen. Unter Pavillon, Schirm und Vordach vor dem Regen geschützt konnten die Teilnehmer die Geschichte der Erschaffung dieses zauberhaften Gartens hören und die fünf Zwergseidenhühner bewundern, denen die Betriebsamkeit im Garten im Garten gar nichts ausmachte.

Vorliebe für Tomaten, Chilli und Paprika

Astrid Althoff verglich die gestaltenden Elemente beider Gärten und wies auch auf Schwierigkeiten in der Staudenkultur hin, die ein leichter Boden bereitet. Schnell war man dann mit dem Rad in Wethmar bei Familie Ashoff im I. Wittkamp. Das Ehepaar hatte den Carport freigeräumt und so für einen trockenen Unterstand gesorgt, um von seiner Vorliebe für Tomate, Chili und Paprika zu erzählen und einzelne Sorten vorzustellen. Der Gastgeber verstand es unterhaltsam und versiert mit Details, Düften und der Schilderung von Zubereitungsmöglichkeiten die Besucher zu fesseln.

Nach einem Zwischenstopp in der Westfaliastraße, wo die Teilnehmer auf die durch die IGA 2027 geplanten Maßnahmen hingewiesen wurden, ging es weiter zu Familie Göpfert in der Augustastraße. Auch hier hatte die Gastgeberin ein bestehendes Objekt übernommen und dem Garten sein heutiges Aussehen gegeben. Hier standen die Stauden im Vordergrund, die sie in verschiedenen Rabatten zu unterschiedlichen, farblichen Bildern zusammengepflanzt hat.

Steingartenpflanzen

Bei Familie Herkert/Rottmann konnte ein Garten, den zwei gelernte Gärtner gestaltet haben, besichtigt werden. Ein echter Steingarten, in dem dank richtiger Substratsituation und Lage viele Steingartenpflanzen wachsen. 17 ausgewählte und erprobte Tomatensorten, deren Früchte verarbeitet werden, Zitruspflanzen, die für Saft, Frucht und Orangeat benötigt werden.

Entlang der Alstedder Straße ging es abschließend noch zum Garten Bößneck in die Allensteiner Straße mit 33 gepflanzten Bäumen im Garten und mindestens 14 in Töpfen nebst einer sehr stattlichen Anzahl von Bonsaigewächsen. Die Gastgeberin pflegt ihre Bäume seit über 30 Jahren.

Zu ihren Lieblingsgehölzen gehören die drei Judasbäume, die im zeitigen Frühjahr aus dem Holz heraus blühen, und sich dann herzförmiges Laub entwickelt. Bis zum Schluss vollzählig, gab es für die Radgruppe im Anschluss noch Gelegenheit, einen der Gärten noch einmal privat besuchen oder bis Brambauer zu fahren, wo Familie Ruhnau ihren liebevoll angelegten Cottage-Garten zahlreichen Besuchern präsentierte.

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