Scholl-Schule: Werk des Architekten Scharoun soll Weltkulturerbe werden

Antrag gestellt

Bauten des Architekten Hans Scharoun sollen UNESCO-Weltkulturerbe werden. Dazu ist ein Antrag gestellt worden. In Lünen zählt die Geschwister-Scholl-Gesamtschule zu Scharouns Bauwerken.

Lünen

, 17.02.2021, 10:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die von Scharoun erbaute Geschwister-Scholl-Gesamtschule soll Weltkulturerbe werden. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt gestellt.

Die von Scharoun erbaute Geschwister-Scholl-Gesamtschule soll Weltkulturerbe werden. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt gestellt. © Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Wesentliches aus dem Schaffen des berühmten Architekten Hans Scharouns soll von der Bundesrepublik Deutschland für das UNESCO-Weltkulturerbe nominiert werden. Das fordert in einem Antrag an Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters auch die Scharoungesellschaft Lünen. Gemeinsam mit dem Initiativkreis Scharounschule Marl und der Scharoun-Kirche Bochum zählt sie zum Scharoun-Netz Ruhr, das diesen Antrag formuliert hat.

Unterstützt werde die Initiative auch vom Landesdenkmalamt Berlin, von der Scharoungesellschaft Berlin und von der Stiftung Hans Schmincke.

Meisterwerke deutscher Baukunst

„Das Scharoun-Netz Ruhr sieht vor allen Dingen in den drei im Ruhrgebiet entstandenen Bauten – die Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen, die Scharounkirche (Johanneskirche) in Bochum und die Scharounschule in Marl – in einzigartiger Weise das humane Baukonzept des berühmten Architekten realisiert. Alle drei Bauten gelten als Meisterwerke der deutschen Baukunst im 20. Jahrhundert“, teilt Heinrich Behrens von der Scharoungesellschaft Lünen mit.

Auf der Weltkulturerbe-Liste stünden bisher die Architekten Frank Lloyd Wright und Le Corbusier. Finnland wolle den Architekten Alva Aalto nominieren.

Sollte das Vorhaben am Ende erfolgreich sein und die Geschwister-Scholl-Schule zu den zu würdigenden Scharoun-Bauten gehören, gehörte ein Lüner Gebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe, teilt Behrens mit.

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