Scholl-Schule ist ein Scharoun-Denkmal

LÜNEN Sie ist ein „Denkmal von nationalem Rang“, die heutige Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen. Heute wurde der Grundstein dafür gelegt, dass auch künftige Generationen von den Vorstellungen des Architekten Hans Scharoun profitieren können. Scharoun schuf unter anderem die Philharmonie in Berlin das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.

von Von Bettina Voß

, 24.01.2008, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick in einen der vielen Innenhöfe zwischen den Klassenräumen, die von den Schülern gerne für ihre Pausenunterhaltung genutzt werden.

Blick in einen der vielen Innenhöfe zwischen den Klassenräumen, die von den Schülern gerne für ihre Pausenunterhaltung genutzt werden.

In Lünen entstand einer von zwei Schulbauten, in denen die Architektur reformpädagogische Prinzipien umsetzte. Schule, das war für den Architekten nicht nur ein langer Gang mit kleinen Klassenräumen rechts und links. Er verwirklichte in Lünen die Idee von „Klassenwohnungen“ mit eigenem Garten. Der Architekt, der 1972 in Berlin verstarb, hat in den Jahren 1956 bis 1962 in Lünen eine Schule geschaffen, die als 2-zügiges Mädchengymnasium geplant wurde.

Kosten von 8 Millionen Euro

Heute arbeitet dort eine 5-zügige Gesamtschule. Nach einer heute vorgelegten Machbarkeitsstudie wird die bauliche Revitalisierung der Schule Kosten in Höhe von 8 Millionen Euro erfordern. Zwei Millionen davon sagte die Wüstenrot Stiftung verbindlich zu. Weitere 2 Millionen Euro sollen von der Denkmalpflege kommen, 4 Millionen Euro will die Stadt Lünen bis 2012 in ihren Haushalt aufnehmen.

Ziel: Muster-Klassenwohnung

Erstes Ziel ist es, noch in diesem Jahr eine Muster-Klassenwohnung fertig zu stellen, an der das Scharoun-Konzept der „Wohnung“ für die Klasse deutlich wird. Dazu gehören neben dem eigentlichen Klassenraum auch ein Vorraum, ein Technik- und ein Gruppenraum sowie ein kleiner Garten. Später sollen dann Halle und Flure erneuert werden, wobei das ursprüngliche Gestaltungs- und Farbkonzept aufgenommen wird.

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